Doppelt unsichtbar: Alt und sehbehindert – Muss das sein?

Shownotes

Zu Gast: Raul Krauthausen, Inklusionsaktivist und Medienmacher aus Berlin Gastgeber: Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

Regie / Technik: Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA) Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter: https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

Rückkanal: podcast@sehenimalter.org

Aufnahmetermin: 06.01.2026, 15:00 Uhr Veröffentlichungstermin: 20.02.2026

Inhalt: Raul Krauthausen ist Inklusionsaktivist und Medienmacher, ausgebildeter Telefonseelsorger und Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie Mitgründer der Sozialhelden e.V. [https://www.sozialhelden.de/] und vieles mehr, von ihm galt es zu erfahren, was Teilhabe tatsächlich bedeutet und wie man die doppelte Unsichtbarkeit von Alter und Sehbehinderung überwinden könne.

Die Teilnehmer des Podcast sprachen darüber, dass Inklusion auch Auseinandersetzung bedeutet, dass Inklusion auch anstrengend ist und dass Teilhabe in Wechselwirkung zur Teilgabe steht und so in Teilsein übergeht. Teilsein im Sinne Krauthausens scheitert oft nicht am guten Willen, sondern an (gesetzlichen) Strukturen. Und hier trägt die Politik die Verantwortung dafür, dass Beteiligungsprozesse heute noch ausschließen und dass sie es in Zukunft es nicht mehr tun.

Zu Altwerden und Behinderung sowie der doppelten Unsichtbarkeit wurde die These aufgeworfen: „Lieber behindert alt werden, als alt behindert“. Denn die Akzeptanz von individuellen Einschränkungen, die Adaption und der konstruktive Umgang damit gestaltet sich in dieser Reihenfolge leichter. Außerdem würde alten Menschen bei uns z.B. im Gegensatz zu Japan oft nichts zugetraut und so ältere Menschen ausgeschlossen. Auch sollte kein Preisschild an einem Menschenrecht wie dem Recht auf Teilsein kleben.

Da die Barrierefreiheit über den Weg der Freiwilligkeit nicht erreicht worden sei, müsse die rechtliche Verpflichtung das Mittel zur Umsetzung von Barrierefreiheit sein, postuliert Krauthausen. Das schließt aus seiner Sicht die Einbindung betroffener Menschen bei der Gestaltung der Barrierefreiheit selbstverständlich mit ein. Sein Appell zum Schluss: „Gehen Sie der Politik auf den Keks!“

Hausmeisterei:

Eis und Schnee bringen Schneeräumer und Menschen mit einer Sehbehinderung zusammen: Gemeinsam gegen wild geparkte E-Roller. Dass auch Wirtschaftsbetriebe dem Free Floating kritisch gegenüberstehen, könnte beim nächsten Anlauf einer Verbandsklage ein bisschen zusätzlichen Schub verleihen.

Das Geräuschrätsel Das Geräusch vom Januar 2026 gab akustische Eindrücke der Silvesterknallerei in Berlin wieder. Die Lösung zum neuen, eher folgenbezogenen Geräuschrätsel können Sie senden an podcast@sehenimalter.org und damit einen Thermobecher gewinnen.

Unter dieser Anschrift erreichen auch Lob, Kritik und Themenvorschläge die Redaktion, und natürlich auch die Tipps, wie Sie mit dem Langstock durch den Winter kommen. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast, auch im Podcatcher Ihrer Wahl, freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

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