Leinen los – Blind Segeln - Margaret Reinhardt lernt segeln - mit einer Sehbehinderung
Shownotes
Gastgeber: Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)
Regie / Technik: Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA) Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter: https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen
Rückkanal: podcast@sehenimalter.org
Aufnahmetermin: 15.06.2026, 16:00 Uhr Veröffentlichungstermin: 20.07.2026
Inhalt:
Heute heißt es: Darf ich an Bord? Leinen los! Fender einziehen! Segel hissen! Das Segeln als blinder oder sehbehinderter Mensch ist das Thema und begleiten die Gastgeber Margaret Reinhardt akustisch an Bord, die als spätberufene Seglerin den Umgang mit Boot, Pinne und Segeln erlernt, auch wenn sie mit einer Sehbehinderung lebt.
Segelschülerin Reinhardt erzählt, wie sie zum Segeln als Sport kam und wie es ihr beim ersten Versuch ging, den sie bei einem Schnupperangebot vollzog. Zunächst gab es eine gewisse Skepsis, ob sie den Einstieg bewältigen könnte und nicht über etliche Leinen stolpern würde. Doch dann erlebte sie die Natur noch einmal ganz anders und sie fühlte die sich steigende Geschwindigkeit. Später in ihrer Laufbahn als Seglerin ist es das aktive Mittun, wenn sie als Fockmeisterin das Segel bedienen kann und damit Teil der Crew ist.
Es geht um Wind, Wasser und Wahrnehmung – Segeln ohne zu sehen und Möglichkeiten der Orientierung an Bord und auf dem Wasser. „Denn man spürt und hört“, so Reinhardt, „mehr auf dem Wasser, als man beim ersten Schnuppertraining glaubt“. Fragen nach Sicherheit bilden einen Schwerpunkt. Seglerschülerin Margaret lässt die Hörerinnen und Hörer an ihrem Kentertraining teilhaben und auch an ihrem Stolz nach der Aktion.
Im Folgenden spricht Margaret Reinhardt von Teamgeist, Vertrauen und Kommunikation, die durch Klarheit bestimmt ist, die von den Teammitgliedern auch bestätigt wird, sicher etwas, was auch von Vorteil ist, wenn man sich im Straßenverkehr bewegt und die Hilfe Fremder annimmt. Und in den Alltag nimmt sie aus dem Boot mit, etwas Neues zu wagen, sich etwas zuzutrauen.
Hausmeisterei: Es folgen ein paar Links zum Segeln im Nachlauf zum Gespräch. • Vereine mit inklusivem Segeln im Deutschen Segler-Verband https://www.dsv.org/segeln/inklusives-segeln/vereine-mit-inkl-angebot/ • Reiseangebote zum blinden Segeln bei Reisen ohne Grenzen, vielleicht zum Schnuppern https://www.reisen-ohne-grenzen.info/ • Hinweise des Blindenhilfswerk zum Segeln in Deutschland https://www.blindenhilfswerk.de/projekte-in-deutschland/segeln/
Und unter dem Titel Kennen Sie den schon?! empfiehlt das Podcast-Team den Podcast „Verbandsperspektiven“ aus der Familie der Podcasts des DBSV, in dessen aktueller Episode ein Rückblick auf den Verbandstag 2026 gegeben wird. https://verbandsperspektiven.podigee.io/21-verbandstag-2026
Die Busse beginnen zu sprechen. Wenn ein Bus zwischen 6:00 und 22:00 Uhr an die Haltestelle kommt, identifiziert er sich akustisch mit Linie und Fahrtziel. Diese neue Technologie, entwickelt in der Schweiz, startet zuerst nur auf einer Linie, in den kommenden Jahren aber sollen alle Busse in Berlin so ausgerüstet werden - ein Mehr an Selbstbestimmung und bessere Mobilität und damit auch bessere Voraussetzungen für gelingende Teilhabe.
Im Juni 2026 saßen die Hörerinnen und Hörer des Geräuschrätsel im Auto, das mittels elektronischer Einparkhilfen in eine Parklücke rollte. Lösungen zum neuen Rätsel, in dem man auch unterwegs ist, gehen an, podcast@sehenimalter.org und dann - mit etwas Glück – wandert ein weiterer der begehrten Thermobecher zum Gewinner oder zur Gewinnerin.
Unter dieser Anschrift erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jede positive Bewertung für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:02: Übers Ohr,
00:00:04: Sehen
00:00:04: im Alter.
00:00:06: Eine Info-Reihe.
00:00:12: Und herzlich willkommen zur Episode twenty-eight von Über's Ohr dem Podcast zum Sehen Im Alter!
00:00:21: Heute heißt es darf ich an Wort leihen los, Fender einziehen, Sägel hissen?
00:00:27: Wir berichten über das Segeln mit einer Seebehinderung und zwar haben wir Dieses Mal kein Segellehrer und auch keinen Prüfer eingeladen, wie zum Beispiel bei der Gespannprüfung von Hund und Halter.
00:00:45: Sondern eine Segelschülerin.
00:00:49: Sie ist nicht im typischen Schüleralter aber das können wir nachher noch besprechen.
00:00:55: nochmal die Schulbank drücken.
00:00:58: Ist es das Wert wenn man einen Gegenzug dafür vom Wind getrieben durch das Wasser gleiten kann?
00:01:04: Über ihre Erfahrungen erzählt uns Die Selbsthilfe-Aktivisten und Segelschülerin Margret Reinhardt, die nicht etwa an der Küste wohnt sondern im Binnenland von NRW in Karst bei Düsseldorf.
00:01:22: Hallo Margret!
00:01:23: Gebt es dort überhaupt Wasser genug Wasser um zu segeln?
00:01:28: Hallo Thomas und hallo in die Runde.
00:01:31: Wasser kann es meiner Meinung nach nie genug geben, solange es nicht Regen von oben misst.
00:01:35: Also Karst hat einen sehr schönen kleinen Binnensee.
00:01:39: der ist entstanden durch Ausbagger an einer Kiesgrube und es gibt ein klein und großen See und auf dem großen Seee ist dann sogar segeln möglich.
00:01:49: Perfekt!
00:01:50: Und ebenfalls mit dabei auf unserer akustischen Segeltour ist wie steht's?
00:01:58: Emanuel Stadler, ein erfahrener Segler wie ich weiß.
00:02:01: Hallo Emanuel!
00:02:03: Hilfst du uns durch dieses fährliche Fahrwasser mit deinen Kenntnissen als Segler?
00:02:12: Ja hallo Thomas und hallo in die Runde.
00:02:15: ja natürlich gebe hier gerne mal einen Senf dazu.
00:02:21: Ich sage hallo aus einem stolzen Stadtteil von Karst, nämlich Bütchen.
00:02:29: Und ja jetzt kommt auch noch die Sonne raus, trotz des bisher schlichten Meters und ich freue mich auf das Gespräch!
00:02:37: Okay also wir haben jemand der uns hilft den Kurs zu halten.
00:02:42: Ich habe dagegen nur sehr wenig Erfahrung mit Segeln.
00:02:45: Ich war einmal auf einem Plattbodenschiff auf dem Eisselmeer unterwegs.
00:02:50: Einmal auf so einem Katamaran ein Bündengewässer.
00:02:53: und vor knapp einem Jahr Hat ein ehemaliger Klassenkamerad, der ausgewandert ist.
00:02:58: Mich mal durch die norwegischen Fjorde mitgenommen als Gast für einen Tag.
00:03:06: Übrigens mein Name ist Thomas Golker.
00:03:08: ich bin wie Emmanuel host in diesem Podcast und uns alle drei ein.
00:03:15: die Tatsache dass wir in der Fokusgruppe sehen im Alter anders jetzt sind.
00:03:22: Liebe Magrette magst du uns zunächst etwas über dich erzählen?
00:03:27: Damit wir einen Eindruck davon dir haben und von deinem Leben, dazu hast du die berühmten neunzig Sekunden Zeit in etwa so lange wie man mit dem durchschnittlich vor einem Fahrstuhl steht.
00:03:37: Und eine durchschnittliche Fahrstulfahrt macht weil solange Fahrstühle gibt es bei uns in Deutschland ja meistens nicht.
00:03:43: Solange Fahrstellfahrten Ja der Fahrstuel fährt jetzt los Tür öffnet sich steigt ein ab geht's.
00:03:50: Okay, gerne Thomas.
00:03:51: Also mein Name ist Margarit Reinhardt.
00:03:53: Ich bin alt und seit gut thirty Jahren in der Säbehinderten-Szene aktiv.
00:04:00: Da werden mich viele kennen, ich war Vorsitzende vom Bund zur Förderung Säbehinderter.
00:04:05: Ich habe Blickpunkt Augeausbildung mitgemacht, ich tummle mich regelmäßig auf Messen wie das Sight City und der Rehrgeher Ja!
00:04:13: Und bin selber hochgradig sähbehindert und bin dadurch auch zu Selbsthilfe gekommen.
00:04:20: Und seit neuesten, sagen wir mal, seit zweieinhalb Jahren bin ich begeisterte Seniorensägelerin.
00:04:26: Ich bin eine Spätberufene!
00:04:31: Wunderbar.
00:04:33: und um zu erfahren wo du sozusagen momentan gerade stehst haben wir so eine Standardfrage und das wollen wir auch heute bei dir machen nämlich diese Einstiegsfrage was hat dich in letzter Zeit Sammang mit deinen Aktivitäten in der Selbsthilfe und unserem Thema, nämlich dem Thema sehen im Alter besonders beschäftigt.
00:04:58: Da gibt es viel Thomas.
00:05:00: was mich beschäftigt ist überhaupt das Thema der Senior.
00:05:04: schon durch die BPA Ausbildung weil ich ja selber auch schon älteren Datums bin sehe ich da genau wo die Dinge im Agen liegen dass gut läuft wo Verbesserungen nötig sind Und das mache ich sehr, sehr gerne.
00:05:18: Also in der Beratung hauptsächlich die Senioren, ihnen zu zeigen dass auch ein Leben Mitsehbehinderungen lebenswert und gut ist und noch längst nicht den Pflegeplatz bedeutet sondern mit Lachen und auch einen Gewissen sind für Humor zeigen wie das Leben
00:05:34: ist.
00:05:34: Wunderbar!
00:05:35: Dann denke ich mal steigen wir jetzt über deine persönlichen Erfahrungen, über deine ureigendste Motivation ins Thema ein Und das wird Emanuel alles ergründen.
00:05:47: Bitte am Emanuel, fang mal an!
00:05:50: Ja schön, vielen Dank Thomas.
00:05:53: Ja Margit ich muss dazu sagen ja wir kennen uns natürlich sehr gut und deswegen duzen wir uns auch und von da ist es kein Problem.
00:06:02: und auch seglerisch haben wir uns ja auch schon ausgetauscht.
00:06:06: aber vielleicht ganz wichtig ist nochmal zu betonen dort das ist schon erwähnt dass du als Spätberufene,
00:06:12: d.h.,
00:06:12: du hast das Segeln erst erlernt, als du schon eine Seebehinderung hattest?
00:06:18: Das ist bei mir ein bisschen anders.
00:06:19: Ich habe schon als Jugendlicher und Sehender Segeln gelernt und da sind sicherlich dann viele Dinge einfacher.
00:06:26: also wir konzentrieren uns hier heute auf Spät- berufene wie dich und von daher würde mich als allererstes mal interessieren kannst du dich an dem Moment erinnern also zum ersten Mal den Fuß an Bord eines, das Boot ist in dem Du dann ausgebildest wo Du es gesetzt hast und was hat das in Dir ausgelöst?
00:06:55: Und natürlich auch die Frage wie bist Du dazu gekommen.
00:06:58: Gerne,
00:06:59: Manuel.
00:07:00: Also du bist ja nicht ganz unschuldig daran und in vielen Gesprächen hast du mir deine Segelerfahrung berichtet was Du für Touren unternommen hast und der BFSEV also mein Heimatverein.
00:07:13: wie ich immer sage wir bieten seit Jahren Segeln für Kinder und Jugendliche an aber nichts für Ältere oder für Erwachsene.
00:07:20: Und dann kam der Caster-Segelclub auf uns zu, auf die Caster Blindgänger hier und machte uns das Angebot doch mal an einem Schnuppersegel teilzunehmen.
00:07:33: Da ich immer offen für Neues bin und ausprobieren und was auch so mein Element ist, habe ich gedacht warum eigentlich nicht?
00:07:41: Versuch einfach mehr als schief gehen kann oder nicht!
00:07:45: Also sind wir mit einer ganzen Truppe zum Caster Sehraus.
00:07:48: Und dann sah ich das Boot da liegen und hab gedacht, ist alles schön und gut aber es könnte wackelig werden.
00:07:55: Ah der steck ein bisschen.
00:07:57: und dann du wo du so wenig siehst wie machst du das überhaupt?
00:08:01: Wie kommst Du ins Boot rein ohne dazwischen Boot und Steak zu landen um den ersten Plötschern zu machen?
00:08:08: Aber
00:08:09: okay, mithilfe und ausprobieren.
00:08:11: Und man hat mir wirklich alle Zeit gelassen, dass ich meinen eigenen Einstiegsmodus.
00:08:17: also ich konnte in Ruhe ausprobierend wie komme ich ins Boot?
00:08:22: Wie muss sich die Füße setzen?
00:08:25: Falle ich nicht über irgendwelche Leinen oder verhäder mich da drin!
00:08:29: Und weil das Boot ein spezielles Boot war für behinderte Menschen sind zwei Schalen sie zuneinander angebracht.
00:08:35: Man sitzt da also wie ein Abraham Schoß und dann ging es los.
00:08:40: Ich war nur noch voller Erwartung, und ich weiß klar genau so drei Meter vom Steg weg habe ich gedacht boah das ist es!
00:08:49: Das war so'n Aha-Erlebnis, der ganze Stress fiel ab.
00:08:54: Ich hab es nur noch genossen.
00:08:57: Also ich muss sagen ich kann ja keine Entfernung einschätzen aber ich vermute dem Hintergrund die Bäume.
00:09:03: Ich hörte Entengequake rechts und links von mir, ich hörte das Wasser rauschen.
00:09:07: Es plätschern und alles!
00:09:09: Und dann flitterten die Segel und wir wurden schneller... ...und ich liebe Geschwindigkeit.
00:09:16: Ich kann zwar keinen Trager mehr fahren alleine aber ich liebe geschwindigkeit und dann mit dem Boot auf den See rauf.
00:09:23: Es war herrlich Das war mein Berufungsrum.
00:09:27: Ja, schön wenn wir jetzt mal den Zeitbogen zu heute erst einmal schlagen was bedeutet dann für dich heute segeln ganz persönlich?
00:09:40: Für mich bedeutet das Urlaubszeit, Relaxzeit, Sport machen zu mir selber finden also dieser Effekt dass ich wirklich den ganzen
00:09:49: Stress
00:09:50: abbaue sobald ich auf dem Boot bin ist heute noch so Wenn wir Termine haben bei der Segelehrerin, also es ist nicht so dass ich immer die größte Lust habe.
00:10:00: Absolut nicht!
00:10:01: Da denke ich, komm jetzt musst du die Produkte zusammensuchen, das ganze was du brauchst und dann raus mit dem Auto, mein Mann fährt mich hin, er kommt auch mit raus auf den See aufs Boot.
00:10:11: aber es ist Aufwand und teilweise hat man keine Ahnung.
00:10:14: und sobald ich da bin und im Boot sitze, denke ich das ist es Und das haben ja andere die Segeln erzählt, denen geht's ganz genau so.
00:10:22: Sägeln kann wirklich Urlaubstage ersetzen und es ist einfach.
00:10:27: Und drüber hinaus, jetzt bin ich so gesamte Fockmeisterin also ich darf vorne das Vorsägel die Fock bedienen.
00:10:34: Bin da auch relativ gut drin?
00:10:36: Ich merke,
00:10:37: ich kann
00:10:37: was weißt du, ich sitze nicht nur daran konzentrieren sondern ich bin aktiv dabei.
00:10:43: Was passiert wenn ich den Fock nicht erziehe, wenn ich los lasse?
00:10:48: Wind von vorne, von hinten.
00:10:50: Es ist nicht so dass ich es nur auf meine Augen angewiesen bin.
00:10:52: Ich könnte die Augen zu machen und dann genieße ich den wind höre die Geräusche konzentriere mich da drauf Und ich geniece natürlich auch zwischendurch die Geschwindigkeit wenn das Wind technisch steht.
00:11:05: Es ist einfach nur voll bedeutet mir sehr
00:11:09: sehr Schön, du hattest eben deinen Mann erwähnt.
00:11:13: Ich vermute jetzt mal weil das wäre meine nächste Frage was waren die wichtigsten Menschen die dich in deinem Tun dann unterstützt haben?
00:11:22: und da gehört wahrscheinlich dein Ehemann mit dazu aber wahrscheinlich auch Menschen im Verein die sich in besonderer Weise um Menschen mit Seeeinschränkungen kümmern.
00:11:38: Das ist auf jeden Fall.
00:11:39: Also einmal mein Mann, der sitzt mit im Boot und dann natürlich macht auch die Fahrreihe, dass man schon fördert mit dabei ohne den Hirchkeiten zum Segelort zu kommen.
00:11:50: das ist auch noch ein Problem.
00:11:52: Und dann natürlich meine Segel-Lehrerin, also die Dame, die im Verein für die Inklusion zuständig ist.
00:11:58: Die das Ganze ins Leben gerufen hat, die sich extra hat ausbilden lassen und die immer wirklich besorgt um eine Sicherheit ist.
00:12:06: Also ihr habt mich von Anfang an voll vertraut.
00:12:09: Ich wusste wenn sie das sagt Das geht nicht gut.
00:12:11: Sie schätzt es richtig ein Wenn sie sagt wir können Regatta segeln bist du dabei?
00:12:16: Ja habe ich auch mitgemacht.
00:12:18: Klasse Weil ich weiß einfach, das ist eine erfahrene Lehrerin.
00:12:22: Die ist geschult.
00:12:23: und wenn die was so sie hat praktisch... Sie ist der Boss an Bord!
00:12:27: Wenn sie sagt, so ist es, protestiere ich nicht.
00:12:30: Ich bin da neuling.
00:12:33: Aber sie weiß schon, was ich brauche und wir haben viel Spaß miteinander auf dem See.
00:12:38: Und im Verein war das natürlich ganz etwas Neues ein Geschenkte Neuseglerin dabei zu haben.
00:12:46: Das
00:12:47: geht auch nicht anders, weil ich teilweise mit einem Stock- oder Armbindel laufe.
00:12:52: Und ja... Ich werde angesprochen und offen gefragt.
00:12:55: Wacht's den Spaß?
00:12:56: Was ist es?
00:12:57: Wie gehts da?
00:12:58: Wir gucken ein bisschen, weil das extra Boot braucht.
00:13:02: Aber ansonsten ist voll die Unterstützung da und Interesse.
00:13:05: Inzwischen ist es soweit.
00:13:06: Das heißt du meine Mutter ist sehbehindert.
00:13:09: kannst du mir nicht mal eine halbe Stunde eine Beratung
00:13:11: geben.
00:13:12: Also ich wollte damit offenen Armen empfangen, das war wirklich gut.
00:13:15: Das ist ganz normal als ne?
00:13:17: Das ist Inklusion im Vorwort!
00:13:19: Ja ja
00:13:21: ja... Jetzt sind dir und mir zum Beispiel Autofahren verwehrt aber anscheinend geht es mit dem Boot auf dem Wasser.
00:13:31: Machst du da einen Bootsführerschein oder braucht man sowas oder wie ist das geregelt?
00:13:40: Ja, ich glaube es ist so.
00:13:42: Du würdest mich nicht an Steuern lassen mit meiner Seebehinderung und so darfst du mich auch nicht alleine auf dem Boot lassen wenn's nicht irgendwie in Notfall erfordert oder so?
00:13:50: Also ich darf keinen Segelschein machen!
00:13:52: Ich habe mich darum bemüht
00:13:53: aber
00:13:54: das wurde mir vom zuständigen Arztklapp verwehrt.
00:13:58: Wie wollen sie das machen und was soll das?
00:13:59: Ist ja auch klar.
00:14:00: wie soll ich Entfernung einschätzen?
00:14:02: weißt du ganz klar im Notfall müssen sehen damit an Bord sein.
00:14:06: okay damit habe ich mich jetzt
00:14:07: abgefunden.
00:14:08: Aber ich halte natürlich immer noch ausschauen, wie man das anders machen kann und was man da machen kann.
00:14:14: Und dadurch dass sich die ja mithelfe, der Fock mitbediene fühle ich mich dann nicht nur als passiver Menschenkonsumiert.
00:14:23: Weißt du?
00:14:23: Ich bin ja aktiv mit dabei aber leider ist es noch nicht möglich.
00:14:32: Ja, das ist interessant.
00:14:35: Und allerdings bin ich mir auch sicher, dass du über kurze der Lang auch mal am Ruder sitzen wirst Denn es gibt überhaupt keinen Grund, dass auch Blinde und sie eingeschränkte Menschen nicht am Rudersitzen sollen.
00:14:49: Ich kann als Beispiel anführen Das wir im Regatta-Training auf Einhandbooten Also das waren sehr schnelle Boote die aber alleine gesegelt wurden.
00:15:01: Von uns bekamen wir zu Trainingszwecken die Augen verbunden und mussten uns zurechtfinden.
00:15:08: Und da waren wir natürlich am Ruder, und haben die Leinen bedienen müssen gleichzeitig.
00:15:14: Und zwar deswegen weil man nur so in der Lage ist das Gefühl für den Wind zu entwickeln.
00:15:20: Man ist dann gezwungen auf sein Körper zu achten, wie man den Wind eben an dem Körper merkt und auf die Art und Weise die Windrichtung zu erahnen.
00:15:32: Ja, dennoch bist du ja.
00:15:36: auch wenn es jetzt nicht um Schein geht musst du wieder sozusagen die Schulbahn drücken.
00:15:40: Du musst lernen.
00:15:42: ist dir und das darf ich verraten dass du ursprünglich zur Lehrerin ausgebildet worden warst Jetzt wieder in die Position der Schülerinnen zu kommen?
00:15:56: War das ein Problem für dich?
00:15:59: Dass man so als gereifter Mensch jetzt wieder sozusagen die Schulbahn drückt im übertragenen Sinne.
00:16:05: Nee, das kommt auch immer darauf an wie es gemacht wird.
00:16:08: Weißt du wenn das auf Augenhöhe ist und lernt dann sowas anderes als wenn da so Bossi ist?
00:16:14: Und ich bin immer offen für Neues und mach' das auch gerne!
00:16:18: Ich hab auch eine ganz andere Art, wie ich die Knotten gelernt habe weißt Du?
00:16:22: Erfühlen und auf den Tisch tasten.
00:16:26: Man vergisst schnell, man muss immer wieder neu anfangen.
00:16:28: Das ist ganz klar und viele Wiederholungen vom Alter her und allem.
00:16:33: aber es macht Spaß und ich habe keine Schwierigkeiten damit in solchen Situationen auch Befehle entgegenzunehmen, oder?
00:16:41: Wenn es besser
00:16:41: ist.
00:16:42: Auch was gesagt zu bekommen macht's mal so, dann machs mal so!
00:16:45: Ich erinnere mich da an die Situation wie du mir gezeigt hast, wie ich leichter ins Boot einsteigen kann weißt du?
00:16:51: Indem man sich bei diesem Stahlseil der sogenannten Wand festhält und dann einsteigt weil ich kann die Böden sehr schlecht abschätzen weiß nicht wie weit ich muss runter
00:17:00: muss usw.
00:17:06: Das
00:17:07: war hilfreich, super!
00:17:08: Bringt mich zur nächsten Frage.
00:17:11: Und du hast es ja im Gondom schon eigentlich durch dein eigenes Erleben schon angesprochen, aber wenn du das mal nochmal zusammenfassst was muss man schon aus deiner Erfahrung heraus mitbringen damit der Segeln gelingt und man auch eben da Erfolg hat?
00:17:28: für sich?
00:17:30: Ja eine gewisse Bereitschaft Neues auszuprobieren.
00:17:35: Ich habe auch Menschen kennengelernt, die haben gesagt nein Wasser ist nichts für mich.
00:17:40: Wasser hat keine Balken da bin ich nicht sicher.
00:17:43: oder ich bin als Kind meins Wasser gefallen und ich kann schon nicht gut schwimmen.
00:17:47: deswegen möchte ich das auch nicht ausprobieren.
00:17:49: aber ich kann auch erzählen dass wir eine neun achtzigjährige auch zum Schnuppersägen dabei hatten hat unter die Wahel aufgegeistert.
00:17:58: Also wie man ins Boot reinkommt und wo da die Hindernisse vermeintlichen Hindernissen sein können, das kann man zusammen in der Gruppe abbauen oder lehren und dann einfach nur offen sein, es mal auszuprobieren und genießen.
00:18:13: Und dann weiß man, ist was für ein oder nicht?
00:18:17: Das sind so die größten...
00:18:19: Wenn man etwas neues anfängt, dann schaut man, dann gibt ihm vielleicht auch noch eine zweite Chance Wenn es beim ersten Mal nicht so war, aber ich möchte alle dazu animieren und bei Geistern zu sagen.
00:18:32: Es ist ganz was anderes könnte ich mir so im Normalfall gar nicht vorstellen.
00:18:37: Blinde-undspielhinderte Segler ist doch etwas ganz Neues und außerhalb der beliebten spezifischen Sportarten.
00:18:44: Aber einfach mal ausprobieren.
00:18:47: Versuch macht Glück, dann weiß man
00:18:48: mehr!
00:18:50: Gibt's in dem Zusammenhang Ängste und Vorurteile, die du dabei überwunden musstest oder überwundene hast.
00:19:00: Oder bist du gehörst zu diesen glücklichen Menschen, die relativ angstfrei durch Leben gehen?
00:19:07: Ganz umgar
00:19:08: nicht!
00:19:09: Also der Steg war wackelig.
00:19:11: Er sehbechirnte auf wackeligen Untergrund.
00:19:14: dann heißt er kehrum.
00:19:16: Gehe auf das Land wo du festen Boden unterbrechen hast und das habe ich jetzt ausprobiert da auch ein Geländer, wo ich mich immer festhalten kann und alles.
00:19:26: Wenn dich zum Boot muss und ich mich unsicher fühle, nehmen mich zwei Kollegen rechts und links, da hake ich mich ein und werde geführt.
00:19:34: Rein kann ich.
00:19:34: inzwischen rauskomme ich auf.
00:19:36: Dann habe ich einen Kentertraining
00:19:38: mitgemacht im
00:19:40: letzten Jahr.
00:19:43: Also aus dem Boot rum das Boot ist gekentert,
00:19:45: ruhen
00:19:46: wir ins Wasser und dann wieder rein.
00:19:48: Jo war nicht ohne, aber das Gefühl wenn man was geschafft hat aus eigener Kraft.
00:19:53: also man klopft sich selber auf die Schultern und sagt dann zieht er an zwar die Knie.
00:19:59: Aber
00:19:59: das hast du bewältigt!
00:20:01: Und dass im Alter von der Altar ist nicht so ohne oder?
00:20:04: Ich bin gleich ein ordentlicher Mensch, das sage
00:20:07: ich.
00:20:08: Ich schwimme
00:20:08: gerne absolut, das mache ich gerne.
00:20:11: Fahrradfahren war auch mein Hobby.
00:20:13: Aber alles andere, das brauche ich nicht unbedingt.
00:20:15: Aber Segeln ist
00:20:16: klasse.
00:20:18: Wobei ich jetzt dazu, dass es bei unseren Hörern nicht zu Missverständnissen führt.
00:20:25: Das Boot mit dem du gekentert bist war nicht das Boot auf den du normalerweise segelst weil das gegen Kenntan ja besonders gesichert ist.
00:20:35: was mich noch zum einen zur nächsten Frage bringt wie wird die Sicherheit für blinde und sehbehinderte Menschen beim Segeln ganz konkret in dem Verein, an dem du seelst sichergestellt und so dass man wirklich keine Angst zu haben braucht.
00:21:02: Wenn du auf den Steg gehst, darfst dein Steg nicht ohne Schwimmweste betreten?
00:21:07: Das ist generell so!
00:21:08: Also das ist schon meine Sicherheit.
00:21:10: Dass wenn du durch irgendeinen dummen Zufall ins Wasser fallen solltest, dass du nicht den Stein singst oder was wir schrecken raus, da nicht dran denkst du kannst ja auch schwimmen.
00:21:20: So und wenn du auf dem Boot bist es ist ein spezielles Boot was für blinde... für behinderte Menschen konstruiert wurde.
00:21:31: Das heißt diese Bootsart heißt RS Venture Connect das ist ein Regatta-Kielboot und diesen Kiel kann man einziehen und dass es für Personen mit eingeschränkter Mobilität wichtig ist.
00:21:44: Also das Boot ist knappe fünf Meter lang, zwei Meter breit und die Segelfläche sind ungefähr neun zwanzig Quadratmeter.
00:21:51: Dass man sich so ein Bild machen kann Es ist außergewöhnlich stabil und selbst regulierend.
00:21:58: Meine Segellehrerin sagt immer, man kann mit dem Boot kenntern wenn man will.
00:22:02: die hat sie mich schon ausprobiert aus Sicherheitsgründen.
00:22:05: aber der normale Segler wie du und ich wir müssen uns anstrengen wenn wir das machen wollen.
00:22:09: Ja und es ist immer selbst aufrichtend.
00:22:12: also falls sich mal auf die Sende Seite legt dann durch den Gewicht durch das gewichte Skills errichtet sich wieder von selbst aus.
00:22:21: Von daher kein Problem.
00:22:24: Ja, bitte weiter.
00:22:28: Ich vergleiche es immer mit einem normalen Segelboot was wirklich ein bisschen wackeliger ist und auch schneller reagiert.
00:22:41: Manche sagen sie heißt bei uns im Verein die Badewanne.
00:22:44: Da kann man sich schon etwas drunter vorstellen.
00:22:51: machen und vorher überlegen, damit das Boot auch mitmacht.
00:22:56: Aber bei Wind ist es wunderbar.
00:22:58: Also wie gesagt sind wir kentersicher.
00:23:01: die Sitzschalen, man sitzt also wirklich sehr bequem drin in diesen Plastikschalen.
00:23:07: Die sind nebeneinander angebracht und dazwischen ist Steu-Stick und das ist praktischer Ruder Ersatz.
00:23:12: Damit steuert man.
00:23:14: Man muss also nicht auf dem Boot hin und her laufen oder sich auf die Kante setzen usw.. Dann hat das Boot... Ja, was hat das noch im Endeffekt?
00:23:33: Der Baum ist sehr hoch.
00:23:38: So dass man nicht mit dem Kopf der Gegend stoßen kann.
00:23:41: Also wenn man sitzt und der Baum geht von links nach rechts
00:23:45: rüber,
00:23:46: dann braucht man nicht befürchten, dass einem in den Kopf knallt.
00:23:52: sehr
00:23:52: oft hier
00:23:53: hat gedacht und man kann die Sitze rausnehmen.
00:23:56: Also wie gesagt, es ist für jede Art von Behinderung gedacht.
00:24:00: Leute im Rolli könnten da genauso rot mit Segeln dann.
00:24:02: Und wenn man sich mal Videos anguckt dazu, da kann man sich nochmal ansehen oder an beschreiben lassen, wie das Boot ist.
00:24:10: Ja super ganz herzlichen Dank.
00:24:12: erstmal Margelt!
00:24:13: Und damit ist jetzt Thomas dran.
00:24:17: Jo der nächste Block Der hat den Titel Wind, Wasser und Wahrnehmung.
00:24:23: Und das bezieht sich auf deine Möglichkeiten der Orientierung an Bord.
00:24:29: Welche Geräusche oder körperlichen Wahrnehnungen – vielleicht auch Gerüche ich weiß nicht – sind für dich auf dem Wasser besonders wichtig?
00:24:39: Also was ist besonders wichtig?
00:24:40: die Wind-Wahrnehmungen.
00:24:42: also am besten mit T-Shirt weil da spüre ich genau aus welcher Richtung kommt.
00:24:47: der Wind Spüre ich auf der Haut?
00:24:49: Man trainiert das auch.
00:24:50: Am Anfang ist es gar nicht so bewusst, aber mit der Zeit merkt man's ganz genau.
00:24:55: also Wenn man noch gut sehen kann oder hören kann gibt's oben am Boot auch noch ein Verklicker dabei Der Anzeig der sich bewegt und dann da kann man auch die Windrichtung sehen.
00:25:06: Aber ich glaube dass kommt für uns sehr behindertlich dem Frage Also Wind spüren auf der Haut Geräusche Wenn man langsam durchs Wasser gleitet, das Plätschern nur die Wellen.
00:25:19: Dann wenn schneller wird ja alleine schon die Bewegung vom Boot da ist mehr Tempo.
00:25:25: hinter das überträgt sich auch dass es nicht mehr so spaziergangmäßig sondern schneller und tempo dann umherum.
00:25:34: wie gesagt die Enten die Frösche andere Boote auch wenn sie kommen die Bugwellen oder die Wellen, die das Boot macht.
00:25:42: Die erreichen mein Boot auch und je nachdem was ist hebt sich das dann mehr aus dem Wasser oder bewegt sich mehr.
00:25:50: also da gibt es viel.
00:25:51: Oder die Geräusche wenn wir wieder anlegen aufm Steak- oder Amtsteak ist mehr Action, da sind andere Leute Da ist die Geräuchskulisse im Hintergrund anders.
00:26:01: Also doch dass ich schon.
00:26:02: Und dann halt die Kommunikation mit den Leuten die mit mir zusammenfahren.
00:26:06: Ja
00:26:07: man
00:26:07: hört Sie fühlt mehr als man
00:26:11: beim ersten
00:26:12: Schnuppersegeln glaubt.
00:26:13: Ja,
00:26:14: bei mir ist
00:26:17: es immer so.
00:26:18: die Leute wundern sich immer wenn ich sage jetzt kommt die U-Bahn.
00:26:21: Früher habe ich das gar nicht wahrgenommen.
00:26:22: aber man merkt zum Beispiel die u-Bahnen drückt Luft aus dem Tunnel in den Bahnhof und wenn du nicht mehr sehen kannst und dich da auf solche Sachen einlässt dann spürst du's an den Wangen.
00:26:35: Und ich nege an, dass das bei euch genauso ist.
00:26:37: Wenn man auf dem Boot ist, dass man einfach
00:26:39: den gewarnt,
00:26:40: die man als Untrainierter überhaupt nicht merkt.
00:26:44: Ja zum Beispiel auch mit einem ganzen Körper nimmst du die Schiffsbewegung wahr.
00:26:48: und ja Du merkst wenn du irgendwo ein bisschen irgendwo gegenbummst also Das magst natürlich sofort.
00:26:56: oder wenn das Boot sich so ein bisschen neigt dann lehnst du dich dagegen.
00:26:59: Also da ist der ganze Körper in Action und lernt
00:27:05: Welche Aufgaben kannst du selbst an Bord übernehmen?
00:27:08: Also vom Steuern bis zum Setzen der Segel.
00:27:11: Du hast vorhin schon einen Fachbegriff genannt, den habe ich leider vergessen.
00:27:15: Fockmaster.
00:27:17: Das ist das kleine Dreieckssegel was vorne ist.
00:27:20: also das bediene ich und teilweise auch schon intuitiv.
00:27:26: beim Wenden zb musst du die Fok rüber holen Und das ist inzwischen schon so.
00:27:31: Dann fragt der, der Zweite, der mit mir segelt klar zur Wende und dann sage ich is klar?
00:27:37: Dann spürte ich aber schon, wann ich die Fock rüberholen muss weil die darf man da nicht sofort rüber holen sondern das Boot muss erst Fahrt genug haben.
00:27:45: dass es die Wände auch schafft weißt du?
00:27:48: Ah damit sie sich verhungert sozusagen
00:27:50: Genau genau Du musst genug Sprung
00:27:53: haben, dass es sich nähen kann.
00:27:59: Und dann hört man, dass die Segeln plötzlich schlagen.
00:28:02: Dann hört man es knittern plötzlich
00:28:04: und dann
00:28:05: weiß man spätestens muss man rüber?
00:28:07: Ja genau!
00:28:09: Also das mache ich auf jeden Fall.
00:28:11: Dann hole ich die Fock ein.
00:28:13: da hast du also extra eine extra Leine für und das musst teilweise zack-zack gehen wenn du schnell zum Stehkind bist und dann Fock Einholen.
00:28:23: okay also sind so kleine Aufgaben.
00:28:26: Oder ich werde gefragt, von welcher Seite kommt jetzt der Wind?
00:28:30: Was kannst du überhaupt noch erkennen?
00:28:32: oder die Tonne ist auf zwölf Uhr.
00:28:34: Ab wann siehst Du die denn schon?
00:28:36: und solche Sachen?
00:28:37: also irgendwie bin ich da immer mit eingebunden und auch mit in Gespräch.
00:28:41: oder ich frage segeln wird er überhaupt noch weil mir persönlich Geschwindigkeit teilweise schlecht einschätzt.
00:28:49: Ich denke, wir segeln gar nicht mehr.
00:28:50: Wir fahren gar nicht.
00:28:51: Mehr ist eine Flaute aber wir sind trotzdem am Segeln und meine Mitsegler die sehen das unter anderem auch wie dich der Blick zum Land verändert.
00:29:01: Weißt du dass du siehst was an dir vorbeifällt?
00:29:03: Das kann ich ja nicht sehen und ich kann es dann nicht zu schätzen.
00:29:07: Dann kommt von mir schon mal die Frage segeln wir denn?
00:29:09: überfahren wir den überhaupt noch?
00:29:11: Ja ganz
00:29:13: ruhig!
00:29:14: Jetzt haben wir gehört, wie du das mit dem Körper wahrnimmst.
00:29:18: Welche technischen Hilfsmittel oder Modifikationen an irgendwelchen vorhandenen Geräten zum Beispiel... Ich kann mir mal vorstellen dass es vielleicht einen sprechenden Kompass gibt oder so.
00:29:28: Nützt man heutzutage schon an Bord?
00:29:30: Gibt es sowas wie ein sprechendem Kompast?
00:29:34: Also ich glaube da ist Emanuel für zuständig!
00:29:38: Aber wir haben da keinen KompASS an BORD.
00:29:40: deswegen wir haben nur so kleine
00:29:42: Geräte.
00:29:42: Die Budde sind klein ja Aber eben auf größeren, das kann ja sein dass unsere Hörer sich dann vielleicht nicht so sehr zu den kleinen Booten hingezogen fühlen.
00:29:53: Vielleicht sogar unser zu größeren dicken Schiffen mit dem man auch raus aus Meer kann und dort gibt es inzwischen jede Menge von akustischen Hilfen um einen Boot korrekt auf Kurs zu halten.
00:30:08: dazu zählensprechende Kompasse Wobei, ich bin mit denen schon mal gesegelt und fand das nachtötend auf dem Gestanden.
00:30:18: Was ich besser fand war ein System, dass man auch von Autorangieren kennt – mit diesen Radarpiepsern, den Abstandspiepsen.
00:30:27: Genau!
00:30:28: Und das Gute ist bei denen, wenn man richtig auf Kurs ist dann ist stille.
00:30:35: Nur wenn man dann vom Kurs abweicht, fängt es auf der einen Seite mit einem relativ tiefen Ton und auf der anderen Seite mit dem relativ hohen Ton an zu piepsen.
00:30:45: Je höher die Frequenz der Piepstöne ist umso weiter entfernt man sich von den Kursen.
00:30:53: weiß man muss auch wieder zurücksteuern bis man nichts mehr hört.
00:30:57: das fand ich wesentlich angenehmer als einständig sprechen der Kompass.
00:31:02: Also solche Dinge gibt es inzwischen zur Aufwärmung.
00:31:06: Ich habe dann noch eine Ergänzung, was man vielleicht als blinder oder hochgradig sehbehindeter Mensch mit an Bord nehmen sollte.
00:31:13: beim ersten Mal ist vielleicht ein Taststock oder sich am Anfang eine Orientierung zu verschaffen dass man das Boot einmal begeht und abtastet, dass man genau weiß wo sind die Sitze wie viele Schritte ist nach vorne hin Wie breit ist es und so weiter?
00:31:30: Ich habe einen Kollegen in Hamburg, der ist auch blind und segelt.
00:31:33: Der hat immer ein kleines Taststock mit an Bord.
00:31:36: Und das ist praktisch seine Erstorientierung auf dem Schiff
00:31:40: oder... Also kein Langstock sondern an den kurzen Taststoffen.
00:31:43: Genau!
00:31:43: Ja, der ich mal auf kleiner und kabeler für die Sache.
00:31:47: Den kann man dann zusammenlegen und dann unten ins Boot.
00:31:53: Du warst ja jetzt auch auf der Side City und da haben wir uns hier getroffen.
00:31:58: Gibt es Technologien, die du dir für die Zukunft wünschst, dass du persönlich das Segeln noch einfacher hast?
00:32:08: Also sage ich jetzt mal.
00:32:10: Eine Seglerbrille für dich oder kannst du da sowas vorstellen?
00:32:15: Könnte ich mir gut vorstellen!
00:32:16: Das gründest du mich auf eine tolle Idee.
00:32:19: Es gibt ja diese Metabrille und die Kollegen von mir, die würde ich gerne mitnehmen und
00:32:27: aufsetzen.
00:32:28: Und dann, dass mir dann eventuell die Entfernungen zum Ufer angesagt werden bzw.
00:32:35: mir Beschreibung gegeben werden.
00:32:37: Weißt du?
00:32:38: Ah ok ja!
00:32:41: Wie weit ist der Steck weg oder solche Sachen?
00:32:44: Wie weit beschreibt mir das andere Boot, was uns da entgegenkommt.
00:32:49: Hände ich toll!
00:32:50: Das wäre mal eine Idee, werde ich machen.
00:32:52: Kommt entgegend, es sind Flugzeugträger, muss ausdrücken.
00:32:57: Ich bin mir sicher, dass K.I.
00:33:00: auch bei solchen Dingen inzwischen in naher Zukunft extrem helfen kann weil die dann auch wirklich erkennen können, ob zum Beispiel ein Andersboot auf Koalitionskurs mit einem selbst steht und solche Dinge.
00:33:18: Und das wäre natürlich super!
00:33:21: Also da bin ich mir aber sicher, dass da jetzt KI extrem viel bringt.
00:33:26: Okay letzte Frage aus dem Blog.
00:33:29: Wir sehen denn deine Tricks aus?
00:33:31: Mit denen du dich sicher an Bord bewegst.
00:33:34: Du hast schon gesagt, du sitzt halt meistens.
00:33:37: Also ich kann mich erinnern, das Mal wo ich jetzt als Nichtsehender im Boot saß, also in Norwegen und das Boot hat angefangen zu kränken.
00:33:45: Also sich zur Seite zu neigen wurde mir erst mal ein bisschen ungemütlich ehrlich gesagt weil ich gedacht habe Oups!
00:33:53: Jetzt rutsche hier durch die Gegend.
00:33:56: Wie ist es damals dir?
00:33:56: Gibt's da irgendwelche Tricks du benutzt?
00:33:59: Ja dadurch dass man sich in dem Sitz befindet fühlst du dich relativ sicher und der sitzt gleich diese Kränkung auch etwas aus.
00:34:06: Aber als wir Regatta gefahren sind, da sind wir auch bewusst auf Kränkung gefahren mit dabei und sagte der erste Gedanke war ja du kannst doch schwimmen.
00:34:15: Wenn dir jetzt wirklich reinfällst, schwimmst du zum Ufer irgendwo?
00:34:18: Wird schon rechts links kommt schon genug an.
00:34:20: das wird so.
00:34:21: das habe ich mir zugetraut.
00:34:22: also die Sicherheit dass ich schwimmen kann und dann auch weiß Ich erreiche das zwar.
00:34:29: der zweite gedanke waren mensch du bist hast eine Fachfrau an Bord, die ist so clever.
00:34:34: Die macht hier nichts was dich in Gefahr bringt.
00:34:37: Lass dich mal einfach drauf ein schieb diesen Gedanken des Rauswallens oder das was passieren kann man mehr nach hinten und genießt es einfach.
00:34:47: Okay
00:34:48: dann sind wir quasi schon beim nächsten Thema am nächsten Abschnitt beim nächsten Block wussten nämlich genau um diese Frage geht Vertrauen Teamgeist usw.
00:34:58: Mangel.
00:34:59: magst du weiter machen?
00:35:01: Ja, mache ich doch gerne.
00:35:03: Zunächst mal mit... Wie verständigt man sich eigentlich an Bord?
00:35:08: Oder wie verständest du dich an Bort?
00:35:11: und gibt es da Unterschiede zu dem, wie man sich an Land verständigte?
00:35:18: Ich könnte mir vorstellen, dass beim Segeln da doch besondere Anforderungen sind in die Kommunikation.
00:35:26: Kein
00:35:28: Diskussionsbedarf.
00:35:31: Weißt du, es gibt einer der den Hut aufhat?
00:35:33: Der die Anweisungen gibt und hat man zu befolgen?
00:35:38: Und wenn Befehle gegeben werden wie mein wegen klar zur Wende dass solche Befehler auch bestätigt werden ja das man sich praktisch Nicht mit Augenkontakt, weil das wird ja dann schwierig und so weiter.
00:35:54: Lass Worte sprechen!
00:35:55: Wird immer noch mal wiederholt und bestätigt und dann weiß der Partner okay jetzt begriffen sie jetzt stellt sich darauf ein dass war eine Wende fahren Dann kann ich den Ruhe des jetzigen wendungsvorgang das Bände manöver einleiten.
00:36:09: Ansonsten Ja gut wenn es schwierig wird vor Kloslassen sehr gelosflassen Das wurde mir als erstes gesagt.
00:36:18: und ansonsten, was haben wir weiter?
00:36:20: Nö.
00:36:21: Es wird alles angesagt, was gemacht wird.
00:36:23: Also manchen Geschäbis jetzt noch in so einen Zoffelmeter Entfernung.
00:36:28: entweder wird gefragt, was sind die nächsten Schritte, die wir unternehmen, was für Manöver kommen jetzt oder je nachdem wie Schnavier dran sind, wird das Manöva dann schon von dem Skipper vorgegeben.
00:36:40: Also wer das Schwierigkeiten mit hat, ja der wird sich erst dran gewöhnen müssen muss ich sagen.
00:36:51: Man hat keine Zeit zum diskutieren
00:36:55: und auch für Höflichkeiten denke ich wie an Land.
00:37:01: Herr Professor Arlert würden Sie bitte mal die Leine in die Hand nehmen und dran ziehen.
00:37:10: Bis dahin ist er anders, das zu fordern schon vorbei.
00:37:15: Also so geht es eben nicht.
00:37:16: da geht sich sehr kurz und knapp zu.
00:37:18: Und
00:37:19: wenn man auf Tempo geht um dass sie dann über schnell und gut ausgeführt werden.
00:37:28: Dann kann man das machen.
00:37:32: Wie wichtig würdest du die Rolle von effektiver Kommunikation, aber vor allen Dingen vom gegenseitigen Vertrauen in der Crew einschätzen.
00:37:44: Ich glaube das ist die Grundvoraussetzung.
00:37:47: Wenn ich nach einer gewissen Zeit habe Segeln ist Teamsport, Mannschaftssport dann brauchst du es einfach ja?
00:37:54: Das ist so gut wenn wir Sehbehinderten blinden.
00:37:58: Wir können nie alleine segeln.
00:38:00: Also können wir auch nicht sagen, wir holen uns irgendwann einen Hansa und ein Boot was man alleine segeln kann.
00:38:05: Und sind damit unterwegs.
00:38:07: also wer das Schwierigkeiten hat und mehr der Einzelkämpfer ist ich weiß nicht ob für den sondern dann in der Crew was ist aber ist ja auch gar nicht nötig.
00:38:15: Ich spreche besonders die Semion an und es macht einfach Spaß miteinander dies zusammen sein Das leuchten in den Augen, wenn man wieder an Land kommt.
00:38:26: Und
00:38:28: es war wunderbar!
00:38:29: Wann machen wir das wieder?
00:38:30: Ich hatte solche Angst, dass ich reinfalle und so weiter.
00:38:34: Und jetzt gar nicht.
00:38:35: Ich möchte das weitermachen.
00:38:39: Übertreibe hier nicht.
00:38:40: Das sind wirklich die Original-Aussagen, die wir nach solchen Schnuppertagen hatten von Sendung.
00:38:48: Wie erlebst du selbst das Gemeinschaftsgefühl ... Haufen Boot, aber auch im Klub mit den anderen Segeln zusammen.
00:38:59: Es ist wie im alltäglichen Leben auch.
00:39:02: Normale Sehende sind teilweise was erstaunt, was Seebehindertum blinde alles könne.
00:39:08: Wir stehen ja nicht nur in der Ecke rum und sind auf Hilfe angewiesen.
00:39:12: dann hieß es mal, aber die bewegt sich doch hier auf dem Gelände so gut und die braucht auch nicht immer ihren Langstock.
00:39:18: Ja hat meine Lehrerin da gesagt das ist klar, die ist vorher das ganze Gelände abgegangen und nicht nur einmal, die weiß genau wo ein
00:39:24: Hügel ist
00:39:25: oder geflastert wurde
00:39:28: usw.,
00:39:29: also der hat's im Kopf abgespeichert, dass geht dann.
00:39:32: Also für manche ist es normal, manche sind erstaunt.
00:39:38: So erleben wir behinderte den Umgang in der Gesellschaft oder so.
00:39:42: Ja, ja,
00:39:42: natürlich.
00:39:43: Da
00:39:44: ist in solchen Gelegenheiten nicht anders.
00:39:46: Es ist eventuell ein bisschen selbstverständlicher und ich sag mal Sportler haben so ein gewisses gutes Miteinander.
00:39:55: So einen Wertschöpfen das in der Regel.
00:39:59: Man fühlt sich nicht so als Außenseiter.
00:40:01: Man ist schnell integriert
00:40:03: Also etwas Kameradschaftliches.
00:40:05: Du ist natürlich immer da und Kameradschaft und Fragen werden beantwortet, um wenn du um Hilfe bittest, bekommst du die auch?
00:40:14: Da stehen teilweise drei Leute am Städt, die mir aus dem Boot raushelfen wollen.
00:40:19: Und
00:40:19: dann wird es gesagt, du lass mal den Wilders-Lieber alleine!
00:40:22: Und wenn dann fragt die, dann hast du das Gefühl, sie sind traurig, dass ihr dir nicht helfen konnte.
00:40:30: Und ich sage mal vernünftige Segler können sich noch selbst gut daran erinnern, als sie selbst angefangen haben und unsicher waren und vielleicht die Fehler gemacht haben.
00:40:42: Da hast
00:40:48: du von Champions Europameistern und was weiß ich alle dazwischen?
00:40:53: Ja, ja.
00:40:58: In dem Zusammenhang auch was zur Selbstwirksamkeit anbetrifft kannst du dich eigentlich erinnern wann und das erste mal so das Gefühl hat ist ich bin jetzt hier nicht mehr nur Mitfahrer und lass mich die Gegend coachieren von meinem Mann sondern eine echte Wirkung hier auf dem Boot.
00:41:20: Ich bin aktiv beteiligt und wenn ich was auch falsch mache, dann passiert auch irgendwas.
00:41:29: Und wenn ich es richtig mache, läuft das Boot besonders gut oder besser als vorher.
00:41:35: Kannst du dich daran erinnern?
00:41:36: Oder kam das so im Laufenden allmählich?
00:41:42: Nach der dritten vierten Stunde Wenn man selber mehr Sicherheit gewonnen hat, weißt du?
00:41:48: Ganz
00:41:48: besonders
00:41:49: war es als ich das erste Mal Regatta gefahren bin.
00:41:51: Das war eine Fun-Regatta, dass vor Fun einfach mal dabei sein.
00:41:56: Und wir haben wirklich klasse gesegelt zusammen, das war ein Experiment auch.
00:42:00: Wie kommen wir klar?
00:42:02: Harmonieren wir miteinander?
00:42:04: wie geht es?
00:42:04: und will nicht angeben aber wir haben gleich den zweiten Platz gemacht was manche Herren da die haben sehr erstaunt geguckt und ist teilweise bis heute noch nicht verwunden dass das behindert.
00:42:23: Das war auch eine schöne Sache, absolut.
00:42:26: Dazu muss man ergänzen dazu sagen dass wenn unterschiedliche Boote in einer Regatta zusammenfahren dann werden Boote wie zum Beispiel auch dieses Inklusionsboot besonders vergütet weil die natürlich etwas weniger Segelfläche haben sind schwerer sind also auf gut Deutsch langsamer Und dafür werden Sie praktisch, kriegen sie so eine Art Handicap und das wird Ihnen dann in Zeit gutgeschrieben über den Stellernboden.
00:42:56: Von daher können eben solche Boote auch mit den Cracks im Verein zusammensegeln die sich dann ganz dumm umschauen wenn dann solches Ergebnis rauskommt wie du es erzählt hast.
00:43:08: Sehr schön!
00:43:10: Das sind Sieger.
00:43:11: Aber gab es auch Situationen, wo das Gefühl heißt, da kommst du jetzt an deine Grenzen?
00:43:17: Das wird jetzt schwierig.
00:43:18: oder hast du das glücklicherweise noch nicht erreicht?
00:43:21: Habe ich glückicherweise noch nie erreicht weil wenn's Schwierigkeiten gibt oder sagen wir mal so, wenns zu unsicher ist, dass mein Wien der Wind zu stark ist, das wäre aber zu unsich.
00:43:32: Meine Segellehrerin sagt dann vielleicht heute können wir nicht.
00:43:35: Der Sicherheitsplan gesteht ganz oben.
00:43:38: Da könnte ich mich auch nie gegen durchsetzen.
00:43:40: Sie hat das letzte Wort, da kann ich noch so viel Freude
00:43:44: vor Freude
00:43:44: haben und sage ich möchte heute aber
00:43:46: usw.,
00:43:47: sie entscheidet und wenn sie sagt die Bedingungen sind nicht so dass sich dich aus Wasser lasse dann zählt ihr Wort.
00:43:54: Von daher
00:43:55: habe ich nur nie Extremsituationen erlebt.
00:43:58: weißt du?
00:44:00: Was mir schon mal passiert ist, dass ich ein Wendemanöver, das sich da nicht auf meinem Posten war.
00:44:06: Weil ich zwischendurch so mental abgedriftet habe und hab so gedacht, was geht's denn gut?
00:44:11: Und es ist schönes Input!
00:44:13: Und schöne Vibration und Klasse und alles... Und dann sagt der Kollege so du gehst heute Abend ohne Abendessen ins Bett weil ich nicht etwas mehr in den Över verpasst habe.
00:44:23: So was kann eigentlich auch mal eher passieren.
00:44:27: Ja, aber das sind auch die schönen Situationen.
00:44:33: So kannst du Sicherheit erlangen.
00:44:35: Du weißt die Figuren dich nie bewusst in so eine Extremsituation oder in Gefahr reinbewegen?
00:44:43: Und dafür sind sie ja besonders ausgebildet.
00:44:48: Das muss man sagen.
00:44:51: Es sind nicht irgendwie x-beliebige Segler, sondern Die haben ja ihre Fähigkeiten im Umgang mit behinderten Menschen nachweisen müssen, ne?
00:45:01: Ernst
00:45:02: genau.
00:45:02: Ne extra Schule und so
00:45:06: weiter... Ja Thomas, kommen wir zum letzten Block!
00:45:09: Jo jetzt schauen wir noch mal ein bisschen auf die anderen Menschen.
00:45:11: also du hast ja viel von dir erzählt und Du hast eigentlich auch schon etwas davon erzählt was wir jetzt fragen wollten.
00:45:17: Wir wollten Fragen haben.
00:45:19: Segler durch ihre Art miteinander umzugehen, also jemanden zu akzeptieren und in die Verantwortung zu nehmen aber auch anzuerkennen dass jemand der Verantwortung übernimmt sie dann auf selber trägt haben.
00:45:32: diese eine besondere Affinität zur Inklusion ist jetzt ein bisschen weit hergeholt.
00:45:36: Aber ich glaube das es schon misse miteinander zu tun hat Und du hast gesagt, dass du dich auch eigentlich an deiner Position als gleichwertiges Kuhmitglied akzeptiert fühlst.
00:45:50: Die Frage ist sozusagen, wann setzt das ein?
00:45:54: Also du hast auch gleichzeitig berichtet von denen die dir sozusagen permanent helfen wollen.
00:46:00: Ist es so... Wann wirst Du akzeptierst wenn Du den Fender schon ziehen kannst oder erst wenn Du Rudergänge an der Pinne bist?
00:46:09: also muss man da erstmal sich so bisschen nach oben boxen?
00:46:12: Nee ganz und gar nicht.
00:46:13: ich glaube akzeptiert wirst du schon wenn Du Freude am Segelsport.
00:46:17: äußerst
00:46:18: Okay
00:46:20: Ja Die wollen einfach nur, leider der Gedanke der Inklusion dahinter ist einmal offen sein auch für behinderte Menschen die mit einzubeziehen.
00:46:29: Und wenn es genauso geht wie den erfahrenen Seglern das die Spaß am segeln haben du kannst dich auch in das Boot setzen und gar nichts machen einfach mitsegeln Das reicht auch schon weißt Du?
00:46:41: Die Schwelle is sehr niedrig.
00:46:43: Es wird nicht erwartet dass du da voll Kuhmitglied ersetzt, gar nicht.
00:46:48: Du bringst dich ein im Rahmen deiner Möglichkeiten
00:46:51: und wenn du
00:46:51: sagst, ich möchte auch nicht ihn nur mitsegeln und das Sägeerlebnis haben ist das vollkommen ausreichend.
00:46:59: Alles was drüber hinaus ist natürlich schön ganz klar macht man vielleicht auch aber der Einstieg wird einem sehr leicht gemacht Und ich weiß auch von anderen.
00:47:11: Alle zwei Jahre findet auf der Boot der Tag des inklusiven Segeln statt und da habe ich schon teilgenommen über meine Erfahrungen berichtet, aus den anderen Vereinen ganz viele Segelvereine die sich inzwischen für Inklusion geöffnet haben.
00:47:26: Da ist Unisono der Wunsch behinderten Menschen den Sägesport näherzubringen,
00:47:33: dass
00:47:33: sie mitsegeln dürfen.
00:47:36: begeistert davon.
00:47:39: Ja, du bist ja auch Blickpunkt Auge ausgebildet das heißt du bist Beraterin.
00:47:46: jetzt sag doch mal so in drei Worten was du jemand mitgeben würdest und wohin er sich wenden kann.
00:47:52: wenn er jetzt Lust hat nach dem was er gehört hat mit dir oder von dir segeln zu gehen was er sozusagen machen muss welche Schritte muss er machen?
00:48:06: In drei Sätzen oder drei Wort
00:48:12: Im Internet schauen beim Deutschen Seglerverband, da gibt es eine Seite.
00:48:17: Da geht's nur um Inklusion und die Segelvereine, die bundesweit inklusives Segeln anbieten.
00:48:24: Wenn man Glück hat, hat man einen in der Nähe und keinen Kontakt aufnehmen.
00:48:28: Zweite Möglichkeit, inklusive Segeln auf der Boot, siebenzwanzig.
00:48:37: dritte Möglichkeit REACARE-Sächsenzwanzig, Halle sieben A. Da geht es um Sport für Behinderte.
00:48:44: Der wird wahrscheinlich auch ein inklusives Boot hier aus Cast die RS Connect ausgestellt sein.
00:48:51: Das kann man tun!
00:48:53: Okay, perfekt.
00:48:56: und jetzt noch mal eine Frage für dich.
00:49:03: Du hast ja viel erzählt über die Situation vor Ort.
00:49:06: kann man auch etwas aus dem Alltag mit rüber nehmen.
00:49:10: Also ich persönlich würde mal mit r übernehmen, was du gesagt hast dass das jemand gibt ein Kommando und du quittierst.
00:49:17: Das mache ich als persönlicher Umgang mit anderen Menschen wenn ich an der Ampel stehe.
00:49:22: Wenn die sagen frei dann quittiere ich mit frei oder ich sag okay dann gehe ich jetzt ja?
00:49:28: Ich versuche immer zu quittieren was sie mir sagen.
00:49:31: Ist es auch so eine Möglichkeit sozusagen etwas in den Alltag oder was kannst du noch darüber hinaus?
00:49:37: In deinem Alltag mit rübernehmen.
00:49:39: Aus dieser Segelwelt, Gefühl von Freiheit Selbstbestimmung keine Ahnung was dir einfällt
00:49:45: Mut und mal was neues Wagen die eingetretenen Farbe verlassen Und sich auch mal was zuzutrauen Was zumachen Sei es mein wegen neue Techniken kennenzulernen Mal was anderes zu machen Kunst kennenzulernen, also das was man gerne machen möchte.
00:50:05: Was man als Sehender für eventuell früher in seinem Leben gern gemacht hat dem eine neue Chance geben und zu schauen kann ich mich dem nicht neu annähern auf ne andere Art und Weise.
00:50:18: Okay dann nehmen wir es mal als Aufforderung Und als Schlussort von dir und Emmanuel magst du nochmal kurz zusammenfassen was wir alles tolles erfahren haben mit einer Serie
00:50:33: Ja, also ich denke das Wichtigste was rübergekommen auch sein sollte und glaube ich mag er hat es sehr anschaulich auch beschrieben.
00:50:44: Segeln ist für Menschen jeden Alters und damit auch eine besonders gute Sache für ältere Menschen mit Seeeinschränkungen.
00:50:56: Und segeln is einer Sache die besonders gut geeignet ist für Menschen mit See-Einschränkungen, weil man durch die Rollenverateilung im Team auf dem Boot jeweils auf die individuellen Bedürfnisse da wird das sehr eingeschränkten oder der sehr eingenschränken eingehen kann und auf die Art und Weise dann auch Aufgaben verteilen kann.
00:51:23: Und es gibt genügend zu tun an Bord bei dem man nicht unbedingt gut gucken können muss, sondern das muss mal ein gutes Gefühl haben und bestimmte Techniken vielleicht kennen.
00:51:39: Aber man muss nicht besonders gut gucken.
00:51:42: In diesem Sinne mag ich auf eine ganz merkwürdige Art und Weise.
00:51:47: Wir sprechen ja ständig am Telefon oder sonst.
00:51:52: bedanke ich mich dir im Namen hier und von uns allen ganz herzlich, dass du ja heute bei uns mitgemacht hast.
00:51:58: Und die ganzen Fragen so schön beantwortet hast.
00:52:03: Ja, übergebe jetzt dann wieder nochmal zu Thomas der dann die Hausmeister reinmacht.
00:52:10: Erst mal vielen Dank auch von mir!
00:52:12: Es hat mir riesig viel Spaß gemacht.
00:52:14: Danke schön.
00:52:15: Sehr schön, sehr schön.
00:52:17: Das hören wir gerne.
00:52:18: Vielen Dank, dass Du da warst.
00:52:21: Tschüss!
00:52:30: Hausmeisterrei.
00:52:32: Ich bin gespannt, ob nach diesem Podcast mehr blinde und sehbehinderte Segler übers Wasser gleiten werden?
00:52:39: Mich würde das ehrlich gesagt nicht wundern.
00:52:44: Weitere Links zum Thema stellen wir in die Folgenbeschreibung und dort finden Sie auch einen Tipp den wir unter der Rubrik Kennen Sie schon jetzt einführen werden und zwar ein Hinweis auf einen anderen Podcast.
00:52:58: Und in dem Falle ist es der Podcast Verbandsperspektiven von unserem Dachverband, dem DBSV.
00:53:05: Die Episode befasst sich mit einem Rückblick auf den DBS-V-Verbandstag.
00:53:13: Dort werden die fachpolitischen Weichen für die nächsten vier Jahre gestellt und einen Rückblick und einen Ausblick gegeben an behinderten oder für politik interessieren.
00:53:28: sicherlich ein höhrenzwärter podcast.
00:53:33: ansonsten klafft in der hausmeister reich schon im kleines sommerloch.
00:53:36: daraus gibt aus berlin noch was zu berichten und vielleicht wurde es dann ein bisschen berlin lastig aber ich würde es trotzdem gerne berichten.
00:53:46: immerhin sind wir das dritt jedes acht größte bundesland nach person habe ich gerade erfahren vor kurzem Und es würde etwas sein, was mich und wahrscheinlich auch Ihnen allen im Alltag zukünftig sehr weiterhelfen würde.
00:54:02: Und zwar unsere Busse beginnen zu sprechen.
00:54:06: Das heißt wenn der Bus an die Haltestelle kommt dann identifiziert er sich, wenn das zwischen sechs und zwanzig Uhr ist mit der Ansage des Fahrtziels und seiner Liniennummer.
00:54:22: Also wir haben sozusagen jetzt ein akustisches Signal, wenn der Bus auf uns zukommt und müssen nicht immer fragen.
00:54:29: Hallo?
00:54:30: Wer sind Sie?
00:54:30: Sind sie der Bus Nummer onehundertzwanzig oder was auch immer?
00:54:35: Ich hatte davon schon auf der Side City von den Schweizern gehört die das entwickelt haben.
00:54:41: Und jetzt kommt es in die Realität zum Start leider nur erstmal auf einer Linie aber einmal hin.
00:54:47: Es soll ausgebaut werden, dass offensichtlich auch politischer Wille das so zu tun.
00:54:53: Das bedeutet ein mehr an Selbstbestimmung und bessere Mobilität und damit bessere Voraussetzungen für gelingende Teilhabe.
00:55:04: So guter Letzt wie immer folgt noch die von Emmanuel Angekündigt Die Auflösung des Geräuschrezels aus dem Juni.
00:55:16: Dort saßen sie, liebe Hörerinnen und Hörern mit mir zusammen im Auto eines Freundes der mittels moderner Einparkhilfen.
00:55:25: Sein Fahrzeug in die Lücke vor unserer Haustür wir schubst hat.
00:55:30: für das neue Rätsel sind sie gedanklich auch wieder unterwegs aber ganz woanders Tonabwitte ziemlich laut im Tomschlöpsel Aber es war auch ziemlich laut in der Realität.
00:56:15: Ihre Lösung, senden Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse podcastatsehenemalter.org.
00:56:21: Alles kleine und zusammengeschrieben.
00:56:24: Dann sind sie bei der Verlosung unseres begehrten Thermomechers wieder mit dabei An dieselbe Anschrift podcastatseenemalter .org.
00:56:35: Können Sie auch Lob und Kritik sowie Anregungen und Themenwünsche senden?
00:56:41: Das Podcast-Team freut sich weiterhin über jedes Like und jedes Abo unseres Podcasts.
00:56:47: Und natürlich auch über jede positive Bewertung am besten mit fünf Sternen, was sich jeder Ost so wünscht!
00:56:58: Das bringt uns Reichweite für unser gemeinsames Anliegen das Thema Sehen im Alter.
00:57:04: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:57:05: empfehlen Sie uns weiter.
00:57:08: segeln sie gut durch den Sommer Und bleiben Sie uns gewogen, bis es im August wieder heißt.
00:57:15: Herzlich willkommen
00:57:16: zu
00:57:17: Übers Ohr dem Podcast zum Sehen im Alter!
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