Mitreden. Mitgestalten. Etwas bewegen – auch mit Sehverlust
Shownotes
Zu Gast: Merle Schmidt und Clara Lenkeit Gastgeber: Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder der Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA) Regie / Technik: Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA) Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter: www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen Rückkanal: podcast@sehenimalter.org Aufnahmetermin: 11.09.2026, 10:30 Uhr Veröffentlichungstermin: 20.09.2026 Inhalt „In meinem Alter kann ich doch ohnehin nichts mehr verändern.“ Stimmt das wirklich? Und wie kann ein älterer Mensch mit Sehbehinderung oder Sehverlust Einfluss darauf nehmen, was vor der eigenen Haustür, im Stadtteil oder in der Kommune geschieht? Darüber sprechen Thomas Golka und Emanuel Stadler mit Merle Schmidt und Clara Lenkeit. Beide beschäftigen sich beruflich intensiv mit der politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen. Merle Schmidt arbeitet im Büro der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen. Dort ist die Stärkung der Beteiligungsrechte von Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Arbeitsfeld. Die bei der Landesbeauftragten angesiedelte Koordinierungsstelle nach dem Inklusionsgrundsätzegesetz unterstützt beispielsweise Organisationen und Verbände dabei, ihre gesetzlich verankerten Beteiligungsrechte wahrzunehmen und sich in politische Vorhaben einzubringen. Clara Lenkeit ist wissenschaftliche Referentin bei der LAG SELBSTHILFE NRW und arbeitet im Projekt „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.“ Das Projekt beschäftigt sich ganz praktisch damit, wie inklusive Beteiligungsstrukturen auf kommunaler Ebene aufgebaut, gestärkt und dauerhaft verankert werden können. Gemeinsam mit Kreisen in Nordrhein-Westfalen wurden dazu Erfahrungen gesammelt und Materialien entwickelt, beispielsweise zur Arbeit von Inklusionsbeiräten und zur Verankerung ihrer Beteiligung in kommunalen Satzungen. Damit treffen in dieser Folge zwei Perspektiven aufeinander: die behindertenpolitische Beteiligung auf Landesebene und die konkrete Gestaltung von Mitwirkungsmöglichkeiten in Städten, Gemeinden und Kreisen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische und gesellschaftliche Teilhabe ganz praktisch gelingen kann – auch dann, wenn man sich bisher noch nie politisch engagiert hat. Denn politische Teilhabe beginnt nicht erst mit einer Parteimitgliedschaft oder einem politischen Amt. Wer auf Barrieren aufmerksam macht, Verbesserungsvorschläge einbringt, sich an einen Behindertenbeirat oder eine Seniorenvertretung wendet oder gemeinsam mit anderen Betroffenen für Veränderungen eintritt, gestaltet das Leben in seiner Kommune mit. Im Gespräch geht es deshalb darum, warum die persönlichen Erfahrungen von Menschen mit Sehbehinderung für Politik und Verwaltung wichtig sind. Wer selbst erlebt, dass Sitzungsunterlagen nicht barrierefrei zugänglich sind, digitale Beteiligungsverfahren nicht funktionieren oder Wege, Gebäude und Verkehrsmittel Hindernisse bereithalten, verfügt über Erfahrungswissen, das für politische und kommunale Entscheidungen wichtig sein kann. Doch Engagement kann nicht nur die Kommune verändern. Die Gäste sprechen auch darüber, was politische und gesellschaftliche Beteiligung für die Engagierten selbst bedeuten kann: Selbstwirksamkeit erleben, neue Kontakte knüpfen, Gemeinschaft erfahren und merken, dass die eigene Erfahrung gefragt ist und etwas bewirken kann. Gleichzeitig gibt es Hürden. Gerade ältere Menschen mit Sehverlust können beispielsweise durch eingeschränkte Mobilität, nicht barrierefreie Informationen und digitale Angebote oder fehlende Unterstützung von einer Beteiligung abgehalten werden. Die Folge fragt deshalb auch: Was müssen Kommunen tun, damit Mitwirkung tatsächlich möglich und barrierefrei ist? Und welche Rolle spielen dabei Behindertenbeiräte, Seniorenvertretungen, Selbsthilfeorganisationen, Verwaltung und Kommunalpolitik? Dabei geht es auch um die Strukturen hinter guter Beteiligung. Wann werden Menschen mit Behinderungen tatsächlich an Entscheidungen beteiligt – und wann werden sie lediglich informiert oder angehört? Welche Bedeutung haben verbindliche Regelungen und kommunale Satzungen? Vor allem aber wird es praktisch: Was kann ich tun, wenn ich 75 Jahre alt bin, nur noch wenig sehe und mich bisher noch nie politisch engagiert habe? Wo finde ich Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner? Muss ich allein aktiv werden oder ist es sinnvoller, sich mit anderen zusammenzutun? Wie finde ich eine Form des Engagements, die zu meinen Kräften und Möglichkeiten passt? Und was mache ich, wenn mein Anliegen zunächst nicht gehört wird? Eine Folge über politische Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstwirksamkeit – und darüber, warum es sich auch im höheren Alter lohnt, die eigenen Erfahrungen einzubringen, mitzureden und mitzugestalten. Nachschlag zu unserem heutigen Gespräch: Weitere Informationen zum Projekt „Partizipation älterer Menschen mit Behinderungen stärken“ und zum Aktionsbündnis Sehen im Alter finden Sie unter: www.sehenimalter.org Informationen zur Arbeit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen: www.lbbp.nrw.de Informationen zur LAG SELBSTHILFE NRW und zum Projekt „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.“ finden Sie unter: www.lag-selbsthilfe-nrw.de bzw. https://www.lag-selbsthilfe-nrw.de/material/?project=6426
Dort stehen auch Materialien zur politischen Partizipation von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Das Projekt hat unter anderem Arbeitshilfen und Informationsmaterialien entwickelt, die zeigen, wie politische Beteiligung vor Ort funktionieren und wie sie strukturell verankert werden kann.
Hausmeisterei
Unter Kennen Sie den schon! stellen das Podcast-Team Ihnen heute den Podcast „Sichtweisen“ des DBSV vor. Die Folge „Aktivismus neu denken: Ottmar Miles-Paul im Interview“ möchten wir passend zu unserm Thema empfehlen. https://sichtweisen.podigee.io/92-ottmar-miles-paul
Im August 2026 ertönte ein Gong den Hörerinnen und Hörern im Ohr.
Lösungen zum neuen Rätsel, zum Ende der Sommerzeit, gehen an podcast@sehenimalter.org
und dann - mit etwas Glück – wandert ein weiterer der begehrten Thermobecher zum Gewinner oder zur Gewinnerin.
Unter der Anschrift podcast@sehenimalter.org erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jede positive Bewertung für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Vielen Dank fürs Zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zur Episode dreißig von Übers Ohr, dem Podcast zum Sehen im Alter.
00:00:21: Was können wir im Alter bewegen?
00:00:23: Wo können wir etwas verändern?
00:00:26: Können wir überhaupt noch etwas ver ändern für uns persönlich oder die Gesellschaft in der wir leben?
00:00:32: Sollten wir noch viel gestalten oder sollten das lieber die Jüngeren tun?
00:00:37: und wo sollten wir unbedingt mitreden?
00:00:41: Mitreden, Mitgestalten etwas bewegen.
00:00:44: Um diesen Dreiklang geht es heute.
00:00:48: um dieses Thema ausführlich zu besprechen haben wir uns zum einen Merle Schmidt aus dem Büro der Landesbehindertenbeauftragten von NRW eingeladen und zum anderen klarer Lähnenkeit von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbstöfe NRW.
00:01:07: Liebe Frau Lenkert, herzlich willkommen.
00:01:09: Bei Übers Ohr sind Sie bereit für ein Feuerwerk an Fragen?
00:01:13: Dass Ihnen dann eine Möglichkeit gibt Ihre Sicht der Dinge darzustellen.
00:01:19: Ja ja ich freue mich sehr über die Einladung und heute hier zu sein Und zu diesem spannenden Thema mit ihnen heute ins Gespräch zu kommen.
00:01:27: Toll!
00:01:28: Und liebe Frau Schmidt auch Ihnen einen frohen Gruß.
00:01:31: Am heutigen Vormittag Machen wir auch hier ein Tontest.
00:01:34: Hallo und herzlich Willkommen.
00:01:36: Ja, ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:38: Ich freue mich auch sehr dass ich heute mit Ihnen in den Austausch kommen kann zu dem Thema Mitreden, Mitgestalten etwas bewegen.
00:01:48: Toll und noch einmal geht es nach NRW.
00:01:50: wir sind heute sehr NRW-lastig.
00:01:52: Lieber Emanuel du hast das Thema angestoßen.
00:01:55: bist doch Du bereit?
00:01:57: Ja ich bin bereit und grüße alle miteinander ganz herzlich hier von der linken Rheinseite.
00:02:06: Bin ich auch links rein?
00:02:08: Nee,
00:02:09: du bist rechts rein.
00:02:11: Ganz weit!
00:02:13: Okay und mein Name ist Thomas Kolker.
00:02:16: Ich lebe in Berlin Und bin zusammen mit dir lieber Manuel Gastgeber In diesem Podcast Und wir beide gehören der Fokusgruppe.
00:02:23: sehen im Alter an.
00:02:24: Liebe Gäste Sie können jetzt in unserer traditionellen Nennen wir es mal so Fahrstuhlvorstellung innerhalb von jeweils neunzig Sekunden über sich erzählen, was sie unseren Hörern und Hörer mitteilen wollen.
00:02:41: Damit die dann erfahren, was Sie für wichtig halten, dass Sie über sie wissen.
00:02:46: Der erste Fahrstuhl fährt jetzt mit Frau Lehnkeit ab.
00:02:51: Bitte schön!
00:02:53: Ja, ich bin Clara Lenkert.
00:02:55: Ich arbeite als wissenschaftliche Referentin bei der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW und habe in den vergangenen Jahren dort unter anderem im Projekt in Zukunft inklusiv mitgearbeitet.
00:03:06: Das war ein Projekt, in dem es darum ging die politische Teilhabe für Mensch mit Behinderung auf kommunale Ebene zu stärken zu unterstützen, Beteiligungsstrukturen auf kommunaler Ebene aufzubauen.
00:03:18: Also zum Beispiel Behinderten oder Inklusionsbeiräte zu unterstützen oder eben auch andere Formen von Interessenvertretung in den Kommunen zu etablieren.
00:03:28: Und das ist ein super spannendes Thema, zu dem man glaube ich auch ganz viel erzählen kann.
00:03:34: Ja, zu mir selber kann ich vielleicht noch sagen dass ich selber eine Hörbeinträchtigung habe.
00:03:38: also insofern bringe ich immer so ein bisschen sowohl meine berufliche Perspektive mit ein aber natürlich auch meine Erfahrungen als Mensch mit Behinderung.
00:03:46: Danke und der zweite Fahrstuhl startet jetzt mit Ihnen Vorspät auf geht's?
00:03:53: Ja, Ich bin Mele Schmidt.
00:03:55: Ich arbeite für Claudia Middendorf, die Landesbinitemberauftragte als Referentin für den Bereich Menschen mit Behinderung und habe dort natürlich auch viel mit dem Thema Partizipation zu tun.
00:04:11: Also Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in politischen Prozessen.
00:04:16: Aber ich hab aber zuvor gemeinsam mit Frau Lenkheit im Projekt gearbeitet bei der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW Genau zu dem Thema politische Partizipation in den Kommunen von NRW.
00:04:31: Ich finde das auch total gut, dass wir heute darüber auch noch mal sprechen und das Thema weitergetragen wird.
00:04:46: also das ist tatsächlich ein ganz wichtiges weil weil eben die Erfahrungen und das Wissen von Menschen mit Bünderung unbedingt auch in die Politik gehören.
00:05:00: Danke, jetzt wissen unsere Hörern und Hörer etwas genauer wer übers Ohr zu ihnen kommt und damit gleich rein in unser Thema politische Teilhabe der Kommune.
00:05:14: unserer Einstiegsfrage an Sie beide lautet Was würden Sie einem älteren Menschen mit Sehverlust sagen?
00:05:22: Der denkt, in meinem Alter und meinem Zustand kann ich doch ohnehin nichts mehr verändern.
00:05:28: Wer mag starten?
00:05:39: Ja, also ich bin jetzt natürlich kein älterer Mensch mit Sehbeinträchtigung.
00:05:46: Aber dieser Spruch, naja, ich kann doch sowieso nichts verändern das kommt ja ganz häufig und ich würde dann immer sagen es geht auch nicht darum dass man jetzt direkt die ganze Welt verändert.
00:05:56: aber sich irgendwie zu engagieren kleine Veränderungen anzustoßen die direkt vor der eigenen Haustür sind Das kann jeder Das ist auch unabhängig vom Alter und von der Beeinträchtigung, die man mitbringt.
00:06:10: Und grundsätzlich glaube ich, dass es viele Menschen oft denken, dass sie gar nicht so viel ausrichten können und unterschätzen dabei aber das alleine seine Meinung zu sagen, Hinweise zu geben auf welche Berieren man stößt mindestens ein Dialog anstoßen kann.
00:06:29: Und das ist schon oft die halbe Miete.
00:06:34: Kann ich sehr ergänzen, also vor allen Dingen auch nochmal in Bezug auf das Thema Alter.
00:06:39: Gerade Menschen mit längerer Lebenserfahrung können natürlich haben auch noch mal extra viel zu erzählen.
00:06:47: Also insofern ist auch das Alter vielleicht sogar ein Vorteil und gar nicht unbedingt nachteil.
00:06:53: Und tatsächlich ist es ja auch so dass Sehverlust oft ein Thema im Alter ist.
00:07:02: Was für die einzelne Person hilft, das hilft oft dann eben auch vielen anderen.
00:07:08: Also wenn man ein Thema anstößt und eine Lösung mitgestaltet, dann tut man das oftmals nicht nur für sich selbst allein sondern eben auch für viele andere.
00:07:22: Gut nachvollziehbar!
00:07:23: Ja und jetzt startet Emanuel so schön, jedenfalls um uns am Entwurf der Gesendung mit
00:07:29: dem ersten Teamblock,
00:07:30: den er so ein bisschen in die Tiefe geht.
00:07:32: Bevor ich das tue, aber lieber Thomas, möchte ich kurz etwas sagen zu meiner Beziehung zu den beiden Damen.
00:07:43: Keine Angst ist wird nicht sehr persönlich sondern weil es in der Folge eine Rolle spielen könnte manchmal wir kennen uns sehr gut Ich sozusagen ein Kunde von Frau Schmidt und Frau Lenkert war beziehungsweise bin, weil ich zu denenjenigen gehöre die Monofoerfahrung angefangen haben sich in ihrer Kommune zu engagieren.
00:08:15: Und das eigentlich nur mit der professionellen Hilfe von Frau Schmitt und Frau Lenkert dann auch erfolgreich möglich war.
00:08:24: Und das wird zum Hintergrund, also wir kennen uns sehr gut.
00:08:27: Inzwischen arbeiten wir auch in anderen Kontexten beim Thema politische Teilhabe zusammen.
00:08:35: Wenn ich da uns reingritschen darf... Das hört sich ja fast an wie so ein Disclaimer bei einer Aktien-Petast!
00:08:41: Ich hab Aktien
00:08:45: im Spiel.
00:08:49: Gut Aber jetzt zum nächsten Mal natürlich zur Frage.
00:08:55: erstmal zur Bedeutung politischer Teilhabe.
00:09:00: Was bedeutet kommunale politische Teilhube?
00:09:04: Etwas gestellster Begriff, ganz persönlich für ältere Menschen mit Sie-Verlust.
00:09:14: Was könnte das sein?
00:09:19: Also erstmal ist es für ätherpolitischen Teilhabe, also Möglichkeiten der politischen Teilnahme sehr breit gefächert.
00:09:25: Das bedeutet jetzt erst mal gar nicht dass man jetzt unbedingt Mitglied in einer Partei sein muss, sondern das kann jetzt für eine Person, für eine ältere Person mit Sehverlust bedeuten Grundsätzlich in einer kommunalen Veranstaltung, einem Beteiligungsformat in ihrer Kommune teilnehmen kann.
00:09:41: Sie kann in einem Beirat mitarbeiten, sofern es den in der Kommune gibt.
00:09:46: Sie muss sich auch nicht unbedingt jetzt für das Thema Behinderung oder Barrierefreiheit oder Inklusion engagieren, sondern kann die sie persönlich interessieren, also ob das jetzt Umweltschutz ist oder Digitalisierung ganz egal.
00:10:02: Also wichtig ist eigentlich oder so verstehe ich politische Teilhabe dass man sich mit dem einbringen kann was einem selber auch wichtig ist und damit mit seinen Anliegen gehört findet.
00:10:17: Was würde das für die Themen bedeuten?
00:10:20: dass man das allgemein beantworten kann, aber besonders gut eignen mit denen man am besten mal beginnt sich zu engagieren.
00:10:37: Ja, sind einfach gute Voraussetzungen.
00:10:39: Wenn man sich selber für dieses Thema begeistern kann und wenn man zu diesem Thema Wissen mitbringt.
00:10:45: Natürlich ist es so dass viele Menschen mit Behinderung Aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung auch ganz viel zum Thema Barrieren sagen können.
00:10:52: Man kann jetzt natürlich Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ganz viel dazu erzählen auf welche Barriere sie in ihrem Alltag stoßen.
00:11:00: aber grundsätzlich würde ich immer sagen wenn man sagt Ich bringe im Thema eine Vorfahrt mit vielleicht auch ein konkretes Anliegen, was ich vielleicht gerne ändern möchte.
00:11:11: Dann ist das einfach eine gute Voraussetzung damit irgendwo anzufangen, also dieses persönliche Interesse und Engagement.
00:11:20: Genau, aber wenn man jetzt tatsächlich von Themen spricht die vor Ort relevant sind, dann ist unsere Erfahrung immer gewesen sind wiederholt Themen wie Mobilität wichtig, also Blindenleitsysteme, akustische Ampeln, alte Stellenansagen.
00:11:42: E-Roller auf G wegen oder Informationen bei ihre freie Webseite von der Kommune, öffentliche Gebäude aber auch Kultur und Bildung.
00:11:55: Also wie kann ich eigentlich gut das Theater besuchen bei mir vor Ort?
00:12:03: gibt es da eine Audiodeskription und so weiter.
00:12:06: Und ich finde, also das würde ich auch noch mal bestärken was Clara Lenkheit gesagt hat.
00:12:10: Also wichtig ist glaube ich dass man sagen kann aus eigenerfahrung so funktioniert es nicht aber ich weiß wie's funktionieren könnte und könnte dazu beraten.
00:12:28: Ja
00:12:29: schön vielen Dank Thomas.
00:12:31: ich glaube du machst weiter.
00:12:33: okay dann schauen wir
00:12:45: mal.
00:12:55: Wir wollen jetzt über den Nutzen für die Kommune und die Gesellschaft, also die Leute um mich herum reden.
00:13:06: Gesellschaft sind ja in der Kommune häufig auch einfach die Nachbarn.
00:13:11: Und meine erste Frage wäre da, warum brauchen eigentlich Politik und Verwaltung gerade die Erfahrungen von Menschen, die selbst mit einer Seebehinderung leben?
00:13:28: Ja weil das ist tatsächlich eine Perspektive, die man oft nicht mitgedacht wird.
00:13:39: Menschen sie nicht auf dem Schirm haben, wenn sie nicht selber die Erfahrung machen.
00:13:43: Und auch als es so ist das in der Theorie geplant wird barrierefrei und aber Die Lösung nicht wirklich barrieren frei ist.
00:13:57: Es ist sehr hilfreich wenn einfach jemand der tatsächlich In der praxis diese von einer barrierefreien Planung und Umsetzung profitiert, einmal prüft.
00:14:16: Funktioniert das auch wirklich?
00:14:18: Und da nochmal sehr wertvolle Tipps geben kann die nicht von vornherein mitgedacht werden können.
00:14:25: also man kann auch als kommunaler Planner nicht alles wissen und tatsächlich wenn man früh Menschen fragt und die Erfahrung haben, dann kann man gute Lösungen finden.
00:14:41: Und muss eben nicht im Nachhinein nachjustieren was unter Umständen noch viel Geld kostet.
00:14:47: Können Sie eigentlich aus Ihrer Beratungstätigkeit ein konkretes Beispiel nennen bei dem Beteiligung von Menschenbehinderung zu einer besseren Lösung in der Kommune geführt hat als wo es vielleicht das Schiffchen schon in die falsche Richtung fuhr aber dann auch wieder zurückgelenkt wurde?
00:15:06: kann aus eigener Erfahrung jetzt gar nicht aus meiner beruflichen Tätigkeit einmal erzählen, dass ich einen Stadtfest mit organisiert habe.
00:15:16: Und da eine Frau an meiner Seite hatte mit Sehbeeinträchtigung die mich ganz intensiv beraten hat wie wir das fest so gestalten können, Ja, davon gut teilhaben können und profitieren können mitfeiern können.
00:15:37: Und das fand ich enorm hilfreich.
00:15:40: also wir haben vorab sind hier durchgegangen.
00:15:46: was bietet das fest eigentlich?
00:15:50: Was kann man da für Barrieren beseitigen damit ja, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen mitmachen können.
00:15:58: Wir haben da vor allen Dingen vorab so einen Guide aufgenommen, so ein Audio-Guide, sodass man das vor der Feststadt gefunden hat schon sich informieren konnte per Audio was geplant ist und wie man dorthin kommt usw.
00:16:16: und weitere Informationen hatte.
00:16:19: So ein Beispiel.
00:16:20: aber vielleicht hat Clara Lenkert auch noch mal eins
00:16:24: Ja, also ich finde tatsächlich diese... Ja, also ich finde tatsächlich diese Ortsbegehung oder in Verbindung mit den Stadtfesten ist eigentlich immer ein ganz gutes Beispiel wie man auch sehr frühzeitig da auch Einfluss ausüben kann.
00:16:40: Ich kenne das jetzt selber auch im Zusammenhang.
00:16:43: es gab hier mit zum Beispiel eine Begehung von den Weihnachtsmärkten und ich glaube dass so grundsätzlich die da kann man ganz schnell auch Barrieren aufzeigen die sich auch wiederholen.
00:16:59: Und wenn man da regelmäßig im Austausch ist, dann kann man da eigentlich auch qualitativ über die Jahre hinweg das ganze auf barrierefreier Gestalten.
00:17:06: insofern ist es wirklich ein gutes Beispiel wo man sich aktiver einbringen kann.
00:17:11: Ja, ich kann noch kurz sagen also dass fest man hat aus dann gesehen ne?
00:17:16: Also es konnten wirklich sehr viele Menschen teilhaben und man hat eben auch viele Menschen gesehen mit seinen Seebeeinträchtigungen auf dem Fest.
00:17:25: Also, vielleicht ist mir das auch besonders aufgefallen weil ich da sehr aufmerksam war.
00:17:30: Aber genau, ich habe mich natürlich darüber gefreut auch.
00:17:35: Jetzt haben wir ja positiv geschaut.
00:17:37: wenn man jetzt andersrum schaut.
00:17:38: was geht eigentlich der Kommune verloren?
00:17:40: Wenn Menschen mit Behinderung erst ganz am Schluss des Prozesses eingeklinkt werden, wenn die bei einem wichtigen Entscheidungen schon längst getroffen sind?
00:17:51: Ich finde, es geht ein Stück Lebensqualität in der Kommune von one.
00:17:54: Also ich glaube das Ziel ist ja eigentlich auch zu sagen dass Menschen sich in einer Kommune wohl fühlen, dass sie überall teilhaben können und da bin ich jetzt eben auch von ihrer Beinträchtigung.
00:18:04: und wenn man jetzt natürlich sagt, dass man an bestimmten Angeboten sei es im Bereich Freizeit oder im Bereich Kultur, dass immer nur eine bestimmte Personengruppe an solchen Angeboten teilen haben kann dann fällt das manchmal auch gar nicht auf, weil Menschen mit Behinderung dann einfach wegbleiben.
00:18:20: Aber unter dem Strich ist es letztendlich bedeutet dass sich nicht alle Menschen gleichermaßen in der Kommune wohlfühlen und nicht gleichermaßenteil haben können.
00:18:29: Und für mich ist es dann wirklich ein Stück Lebensqualität und eine Qualität von der Kommunde selber die an der Stelle auch von oben geht.
00:18:39: Alle Menschen, die dort leben tatsächlich auch.
00:18:46: Ich glaube tatsächlich auch, dass da Geld verloren geht.
00:18:50: Also weil wenn man etwas baut oder wenn etwas fertiggestellt ist dann ist eben wie schon gesagt hat Nachbesserung oft teuer oder nicht möglich und genau die Qualität leidet.
00:19:03: also man bekommt vielleicht ohne das richtige Wissen eine Notlösung hin aber eben keine gute Lösung für alle.
00:19:14: tatsächlich auch kostet es vielleicht Vertrauen.
00:19:18: Also wenn Menschen nicht mitgenommen werden, nicht beteiligt werden oder das auch zu einem Ausschluss führt dann leidet das Vertrauen in die Kommune würde ich auch sagen.
00:19:33: Es gibt
00:19:33: ja auch so ein bisschen... Entschuldigung, es gibt ja auch so ein bisschen diesen Irrglauben.
00:19:38: Dass Barrierefreiheit eigentlich nur für Menschen mit Behinderung gut ist also dass das im Prinzip so... Das ist was dann nur für diese Gruppe dann irgendwie nutzen hat und das erlebe ich aber sogar nicht.
00:19:48: wenn eine Kommune sich darum kümmert Angebote, Gebäude etc.
00:19:54: zugänglich sind, barrierefrei sind dann profitieren da nicht nur Menschen mit Behinderung von.
00:19:58: also ich denke da jetzt auch zum Beispiel an Familien die und wie mit Kinderwagen unterwegs sind auch die profitieren zb von zugänglichen Gebäuden oder das sie irgendwie gut mit Bahn und Bus unterwegs sein können.
00:20:12: Also insofern gibt es einfach viele Beispiele dafür, dass das eben nicht nur diese Extrawurst für Menschen mit Behinderung ist.
00:20:19: So wie es ja oft auch manchmal so nach außen hin irgendwie kommuniziert wird, sondern dass da mehrere Personengruppen auch davon profitieren?
00:20:27: Ich hatte bei der Frage ein bisschen im Hinterkopf meine Erfahrung aus dem Sommer.
00:20:31: ich hatte einen warmen Urlaub, einen Maikammer an der Weinstraße.
00:20:37: Ein Schwimmbad perfekt für Mensch mit Seeverlust.
00:20:42: Eingang von der Auffanglinie aufgenommen.
00:20:45: Du kommst zur Kasse, du kommst zu den Duschen und du kommest in den Umkleiden überall bis zu jedem Becken, zu jeder Dusche kommst du mit dem Leitsystem.
00:20:53: das Problem ist die Zweihundertfünfzig Meter vom Schwimmrad bis zur Busseite Stelle nada nichts.
00:20:59: Das heißt ich brauchte immer wieder jemanden der mich dann trotzdem dahin gebracht hat.
00:21:03: also wo man sich auch sagt jetzt hat die Gemeinde so wahnsinnig viel investiert.
00:21:07: ja das kostet alles Geld und leider konnte ich es trotzdem nicht alleine nutzen.
00:21:12: Also im Schwimmbad war es super.
00:21:14: Ein Hoch auf die Maikammer schwimmerte Planer, aber leider die Kette fehlte.
00:21:23: Okay!
00:21:24: Machst du weiter Emanuel?
00:21:27: Ja wir wollen ja unsere Zuhörer eigentlich auch motivieren sich vielleicht zu engagieren wenn das für sie grundsätzlich in Frage kommt.
00:21:36: und da ist doch ganz entscheidend Neudeutsch-WhatsInforMe, also die Frage was können Menschen mit Sehbehinderung durch ihr politisches Engagement für sich persönlich gewinnen?
00:21:55: Also über das Projekt hinaus.
00:22:01: Für sich selbst.
00:22:04: Was fällt Ihnen da als erstes ein aus Ihrer Erfahrung?
00:22:09: Ja, mir fällt als erstes ein, dass die Frage ja eigentlich wie Manuel die staatlangische Erwärmung hat.
00:22:21: Weil sie da ganzen Erfahrungen haben aber ich versuche das
00:22:27: trotzdem
00:22:28: vielleicht mal.
00:22:29: Ich sage noch etwas dazu.
00:22:31: Ja gerne und man kommt glaube ich Ja, tatsächlich.
00:22:38: Man kommt ja ins Handeln.
00:22:39: Es ist eine Art von... Ja auch Empowerment.
00:22:45: also man sagt ich verändere etwas Ich werde jetzt gestalter.
00:22:54: Also vielleicht macht das was mit der eigenen Haltung und dann ist es so dass man natürlich nebenbei sehr viel über eigene Rechte lernt, also was habe ich eigentlich für Rechte und wie kann ich die eigentlich auch allen fordern?
00:23:13: Also oder was gibt es an Nachteilsausgleichen, an Beratungsangeboten, die man vielleicht vorher auch nicht kannte.
00:23:21: Und dann ist es natürlich so dass man auch eine Aufgabe hat, die Gemeinsam mit anderen verfolgt, also in der Gemeinschaft.
00:23:34: Man fühlt sich vielleicht gemeinsam auch etwas stärker und im besten Fall idealerweise erfährt man eben auch Selbstwirksamkeit.
00:23:41: Also man kann vielleicht am Ende auch sehen ich habe mich hier eingebracht und es hat etwas bewirkt.
00:23:46: Es hat etwas verändert zum Guten für mehrere Menschen.
00:23:52: Das ist ja sehr gut tut.
00:23:55: Ja, ja.
00:23:59: Kann ich da ergänzen?
00:24:02: Ich habe angefangen mich zu engagieren, als ich vor zehn Jahren neu in die Kommune kam und natürlich hat das enorm geholfen.
00:24:12: schnell Kontakte mit meiner neuen Umgebung, mit meinem neuen Heimat hier zu bekommen.
00:24:18: Weil man ganz unterschiedlichen Menschen begegnet.
00:24:21: Natürlich erst mal eine gewisse Heimat auch über die Selbsthilfe von ebenfalls Betroffenen.
00:24:29: aber dann natürlich die Frage wie kann man das Leben für insbesondere uns Menschen mit Zeebehinderungen?
00:24:37: Wie kann man es in seiner Kommune ganz konkret verbessern Und es erfordert allerdings ein bisschen Geduld.
00:24:43: Das muss ich auch dazu sagen, aber wenn man dann eben – wir kommen ja auch nachher noch mal darauf, welche Unterstützung es gibt, die unbedingt erforderlich ist in Form damals von Ihrer Expertise durch die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und einem Projekt das genau darauf abgezielt hat Leute wie uns wie mich mit notwendigen Informationen und Erfahrungen zu versorgen, um dann die Selbstwirksamkeit in der Kommune wirklich erleben zu können.
00:25:21: Und das war wieder sicherlich ganz entscheidend.
00:25:26: Ohne sage ich mal Hilfestellung wäre das ein sehr frustrierend geworden weil wenn man überhaupt keine Vorerfahrungen im Sozialbereich hat oder auch im kommunalpolitischen Bereich, ich habe früher viel im Ausland gearbeitet und so.
00:25:42: Also das war für mich durchaus eine neue Situation hier.
00:25:46: Und da kommen ja so viele Dinge auf einen zu nicht nur Bundes- dann Landesrecht und dann das ganze Kommunalrecht und wie die politischen Abläufe sind.
00:25:57: also da braucht man Unterstützung.
00:25:59: nur dadurch dass es eben diese Unterstützung gab fühlte man hab ich mich gut getragen gefühlt und enorm gestärkt in meinem Gefühl der Selbstwirksamkeit, weil wir dann doch ja gemeinsam hier eine ganze Menge auf die Beine gestellt haben.
00:26:18: Und dass die Initialzündung war, hier doch in der Stadt eine Menge zum Positiven zu verändern – das war natürlich ein super Gefühl!
00:26:32: Ja und dazu zählt natürlich auch die Frage, persönlich war ich nie auf der Suche nur nach einer Aufgabe.
00:26:42: Das sind natürlich die Motivationen ganz unterschiedlich bei mir was dann eben so dass es schon ein Gefühl war das ich trotz meiner Behinderung das Gefühl hatte unglaublich viel Glück im Leben gehabt zu haben Und dann auch so eine gewisse Verpflichtung sah, wenn ich Zeit und Gelegenheit und die Mittel dazu habe mich doch an der Front für die Gemeinschaft in meiner unmittelbaren Umgebung da einfach einzusetzen.
00:27:15: Mit dem was sie sonst mitbringe eben auch einzubringen.
00:27:20: Das gibt dann auch einfach ein gutes Gefühl ja?
00:27:23: Aber für manche mag es eben auch sein, dass sie einfach schlicht rauskommen.
00:27:27: Und aktiv mit anderen zusammen sind und versuchen was zu bewegen.
00:27:36: Natürlich treffen wir auch Leute die man nicht mag.
00:27:38: Man muss das ja auch nicht machen!
00:27:43: Es gibt so viele tolle Leute, die man da sehr schnell kennenlernt.
00:27:48: Das kann ich also aus dem Gesichtspunkt wirklich nur empfehlen.
00:27:53: Das hört sich wirklich gut an.
00:27:56: Weil das hat sich auch wahnsinnig viel entwickelt, also wenn ich das jetzt noch mal kurz am Rande sagen kann... Also das ist wirklich eine gute Zusammenarbeit.
00:28:06: Ja ja und was mich selbst anbetrifft, ich sitze als sachkündiger Einwohner im Mobilitätsausschuss und bin Sprecher des runden Tisches in den Verwaltungen Politik und Betroffene versuchen, Projekte zur Barrierefreiheit zu initiieren.
00:28:29: Und umzusetzen.
00:28:32: Das ist schon mal eine Frau Ausschau?
00:28:35: Ja bitte!
00:28:38: Ja, also oft ist es ja auch tatsächlich so dass der erste Schritt auf das Schwerste ist und oft ist er so, dass man überhaupt einmal diesen Schritt auch ins Engagement reingemacht hat.
00:28:46: Wenn man das Gefühl hatte, man hat jetzt vielleicht Mitstreiter in gefunden, dass dann oft ein bisschen tiefer rein rutscht und dann ergeben sich oft noch mal weitere Gelegenheiten zu engagieren.
00:28:58: Aber dieser erste Schritt, das ist auf die Schwere!
00:29:00: Ja, kommen wir auch gleich noch gesondert dazu.
00:29:04: Vielleicht passt dann jetzt Thomas Teil sich mit den Hürden und der unter den Unterstützungsmöglichkeiten zu beschäftigen die einem bei einem politischen Engagement in der Kommune zur Verfügung stehen.
00:29:23: Thomas.
00:29:24: Eigentlich hast du jetzt schon mal eine Frage mehr, dass wir ihn ja vorformuliert.
00:29:27: also was hält nach ihrer Erfahrung ältere Menschen mit Seeferluft häufig davon ab sich in Politik oder Kommune zu engagieren?
00:29:35: und im zweiten Teil dazu müssen was müssen oder was sollten oder was können Kommunen tun um die Beteiligung von Menschen mit Sehbehinderung tatsächlich barrierefrei und so erst überhaupt möglich zu machen?
00:30:02: Also grundsätzlich ist es ja so, dass Menschen mit Behinderung ganz viele sehr ähnliche Erfahrungen machen.
00:30:08: Es gibt natürlich noch mal Erfahrungen die dann nochmal behinderungs- oder beeinträchtigungsspezifisch sind also für Menschen mit Sehbeeinträgtigen da bekomme ich oft die Rückmeldung das eben Ja, das barrierefreie Vorlagen zum Beispiel ein großes Thema ist.
00:30:23: also überhaupt zu sagen die Informationen, die ich bekomme über kommunale Planungsprozesse.
00:30:28: Die sind oft noch nicht barrierenfrei.
00:30:30: Das sind also barriernfreie PDF-Dokumente
00:30:33: z.B.,
00:30:35: oder überhaupt Informationen darüber zu erhalten, wo ich mich irgendwie engagieren kann.
00:30:39: Dann sind es manchmal auch einfach wirklich Fragen der Zugänglichkeit und der Orientierung also überhaupt erst mal zu dem Treffpunkt hinzukommen, wo man sich auch trifft.
00:30:47: Also das sind dann eher so Fragen ganz lebenspraktisch.
00:30:53: Grundsätzlich würde ich aber sagen dass Menschen mit Behinderung generell aufdrückt melden ja, dass sie sich nicht immer bekommen Also, dass sie ganz oft so das Gefühl haben, dass die gar nicht aktiv angesprochen werden.
00:31:09: Sondern manchmal ein bisschen vergessen werden oder ja, ein bisschen unter dem Radar auch laufen und dann auch oft jetzt gar nicht sagen ich fühle mich jetzt so aktiv angesprochen, dass sich wirklich an dem und dem Angebot jetzt auch, dass ich da jetzt auch wirklich hingehe sondern ja, dass da oft manchmal auch so eine Scheu ist wie gesagt den ersten Schritt zu machen.
00:31:33: Ich glaube auch, dass das einer der wichtigsten Punkte ist also, dass die Kommune da ganz viel tun kann indem sie einfach einlädt zum Beteiligung und damit klarer Lenkheit schon sagt auch innere Hürden mit Unterstützung abzubauen.
00:31:56: Also die Sorge eben, dass man da nicht passend ist oder so etwas, kann man dann direkt nehmen.
00:32:06: Also ganz viele Beteiligungsformate sagen auch zum Beispiel gar nicht wie barrierefrei sie sind also... ob jetzt zum Beispiel der Raum barrierefrei zugänglich ist oder ob es eine Gebärnsprachdolmetschung gibt.
00:32:18: Also ganz oft geht's eigentlich für Menschen mit Behinderung erst mal um die Frage, kann ich da überhaupt hin?
00:32:23: Kann sich da überhaupt teilnehmen?
00:32:25: und dann steht der Inhalt oft so an zweiter Stelle und eigentlich sollte das umgedreht sein also dass man sagt, man bringt sich fürs Thema
00:32:31: ein
00:32:31: und die Kommune sorgt auch dafür, dass dann auch die Voraussetzungen vorhanden sind damit man sich einen bringen kann.
00:32:37: aber diese Sorge davor Ja, dann auch abgebaut.
00:32:43: Das steht für viele Menschen mit Behinderung bei ihrem Engagement im Vordergrund.
00:32:48: Welche Unterstützung können eigentlich an dieser Stelle ältere Menschen mit Sehverlust von ihrer Gemeinde erwarten oder gar einfordern?
00:32:59: Gibt es da Rechte?
00:33:03: Tatsächlich ist das so dass öffentliche Stellen versichtet sind eine barrierefreie Kommunikation zu ermöglichen.
00:33:13: Also, man darf sie einfordern und muss dann selbstverständlich bereitgestellt werden.
00:33:19: Und genau dazu gehört natürlich das Unterlagen rechtzeitig in barrierenfreier Form zur Verfügung gestellt werden wenn es um Sitzung geht oder um das Informationssystem der Kommune dass die Sitzungen so gestaltet sind man gut folgen kann, dass Mikrofone genutzt werden.
00:33:44: Dass man beschreibt wenn jetzt eine Präsentation gezeigt wird was zu sehen ist in der Präszentation also genau das Räume gut beleuchtet sind.
00:33:56: sie wissen alles selber besser was es braucht aber es gibt tatsächlich einer Verpflichtung der Kommunen dazu das
00:34:05: herzustellen.
00:34:07: Gut, dann Emmanuel magst du die nächsten Block anstoßen?
00:34:14: Ja jetzt wollen wir mal ganz konkret und praktisch schauen was das bedeutet.
00:34:24: Politische Teilhabe und welche Form gibt es da eigentlich?
00:34:29: Das heißt die Eingangsfrage ist wie sieht Nach Ihrer Erfahrung und auch Ihrer Meinung eine gute und wirkungsvolle Beteiligung von Menschen mit Sehbehindrungen in einer Kommune eigentlich aus.
00:34:49: Welche Form gibt es?
00:34:52: Und vielleicht auch, was ist weniger gut, was Sie in der Praxis erlebt haben und was ist dem gegenüber?
00:35:02: besonders effektiv und effizient.
00:35:07: Eine große Frage?
00:35:09: Ja!
00:35:11: Ja, also grundsätzlich gute Beteiligung kann es ja erst mal dass man auch den richtigen Zeitpunkt findet wann man beteiligt wird und das ist nicht zum Schluss sondern ganz am Anfang.
00:35:23: Also das heißt in kommunalen Planungsprozessen ist es total wichtig dass mein Menschen frühzeitig mit einbezieht also zu einem Zeitpunkt wo ihre Anmerkungen tatsächlich noch etwas verändern können.
00:35:34: Wenn wir jetzt zum Beispiel beim Beispiel eine Stadtfestes bleiben dann tatsächlich der beste Zeitpunkt, wenn diese Stadt fest geplant wird und nicht erst hinterher.
00:35:43: Also natürlich ist Feedback total wichtig.
00:35:45: man kann auch danach noch mal zusammenkommen aber zu sagen man findet eben diesen frühzeitigen Punkt wo man seine Anregung dann auch eingeben kann und die auch einen Einfluss haben können.
00:35:57: Gute Beteiligung heißt auch Barrierefreiheit da haben wir ja gerade schon drüber gesprochen.
00:36:02: also dass Also dass man an dem Angebot, was auch immer es ist also bis jetzt eine Mitarbeiter in der Partei ist oder im Beirat.
00:36:15: dass dieses Angebot barrierefrei gestaltet ist.
00:36:19: Ich finde Ansprechpersonen noch mal ganz wichtig, also das man klare Ansprechpartner hat an die man sich auch richten kann, dass man nicht so ein bisschen sich irgendwie verloren fühlt in diesem kommunalpolitischen Dschungel sondern dass man irgendwie sagt ich weiß ein wenig mich mit meinem Anliegen auch irgendwie richten können.
00:36:37: Ja, ich finde die Rückmeldung ist nochmal ein ganz wichtiges Thema.
00:36:41: Also dass man was sagt und auch eine Anmerkung hat zu einem Thema oder eine Forderung oder eine Rückmeltung das man wirklich von der zuständigen Stelle Ja, eine Information darüber bekommt was mit der eigenen Rückmeldung auch passiert ist.
00:36:59: Weil das ist immer so ein ganz kritischer Punkt wenn ich als ehrenamtliche Person meine Zeit und meine Ressourcen, meine Energie aufwende um mich ehrenamtlich auch zu engagieren politisch zu engagierend Und dann sogar nicht mitbekomme was damit passiert.
00:37:16: Das ist ganz kritisch.
00:37:17: es geht nicht darum dass alles in die Praxis umgesetzt wird.
00:37:21: Aber ich muss wissen, was damit passiert?
00:37:24: Das finde ich ganz wichtig.
00:37:30: Genau und dann kann man natürlich noch sagen es ist wichtig dass möglichst auch diese Beteiligung eine Form hat unter einer Sauer also das sie regelhaft passiert.
00:37:45: Es gibt natürlich auch Beteilligungsmöglichkeiten wo es so Anlass bezogen ist und es ein Einzeltermin ist.
00:37:50: aber bestenfalls gibt es dafür eine Struktur.
00:37:55: Wie sieht die aus?
00:37:57: Genau gehört es eben auch, dass es eine Satzung gibt also das genau festgelegt ist für alle Seiten welche Rechte an welcher Aufgaben hat das Premium und Welche Möglichkeiten, vielleicht auch welches Budget?
00:38:24: Vielleicht nur in der Verständnis.
00:38:26: Was bedeutet in dem Zusammenhang Wessensatzung ist das dann eigentlich und wer beschließt die?
00:38:38: Also es ist tatsächlich so dass Erstmal wichtig ist, dass die Kommune... Die Kommune selbst hat ja eine Satzung.
00:38:50: Eine Hauptsatzung, das dort einmal festgelegt ist wie die Kommuna sicherstellt, daß die Belange von Menschen mit Behinderungen in Planungsprozessen stets berücksichtigt werden.
00:39:07: also das heißt sie muss sich erst mal überlegen welche Form soll soll diese Sicherstellung erhalten.
00:39:18: und im besten Fall ist das so, dass es dann eben auch eine Beteiligungsform ist.
00:39:24: Also kann aber auch zum Beispiel eine beauftragte Person sein die angestellt wird und damit betraut ist mit dieser Aufgabe zu regeln.
00:39:34: Genau, es kann ein Beirat sein.
00:39:36: Es kann aber auch wie jetzt im Falle von Carves so eine runder Tischsein der angebunden ist an die Kommune, aber auch eben regelhaft.
00:39:46: Das steht dann in der Hauptsatzung und wenn es denn einen Gremium gibt oder eine beauftragte Person, kann man natürlich für diese Institution noch mal eine Satzung...
00:40:05: Das heißt, am Ende beschließt dann der Stadtrat mehrheitlich eine solche Satzung im Ortsrecht zu verankern.
00:40:22: Welche Bedeutung haben Ihre Erfahrungen nach in dem Zusammenhang Selbsthilfeorganisationen?
00:40:32: Einmal in der Frage, wie die einzelnen starker werden können.
00:40:39: Aber auch im Bezug auf das Verhältnis zur Politik und Verwaltung.
00:40:45: Eine ganz entscheidende Organisation.
00:40:51: Die sind oft ja der Startpunkt von denen aus so eine Initiative startet wird, dass das überhaupt das Thema in der Kommune relevant erfährt.
00:41:12: Und die Kommune reagiert natürlich auch eher wenn sich viele Menschen breiterklären mitzuwirken und regelhaft mitzuwirken als wenn jetzt nur von außen oder von oben gesagt wird, es braucht eine Selbstvertretung.
00:41:31: Man aber vor Ort gar keine Menschen hat die sich bereit erklären, sich zu engagieren.
00:41:37: also das ist ganz entscheidend.
00:41:39: eigentlich funktioniert das viel besser wenn Menschen vor Ort selber sagen wir wollen mitmachen Wir haben ein Recht dazu.
00:41:47: Sagt uns wie?
00:41:48: Wir gestalten mit und unterstützen.
00:41:53: Gibt es einen Beispiel auch dass in ein Feld, an dem man klarmachen kann was sozusagen echte Mitwirkungen bedeutet im Unterschied zu das menschenlediglich gehört werden oder informiert werden.
00:42:14: Wir sprechen in dem Zusammenhang oft von Scheinbeteiligung.
00:42:17: Also Schein-Beteiligungen würde jetzt einfach heißen, man wird pro Format angehört.
00:42:22: also das kann auch in Beirätten passieren.
00:42:25: aber grundsätzlich geht es bei der Thematik so darum zu sagen gibt es ein echtes Interesse daran dass dieses Engagement oder diese Rückmeldung zur Veränderung führt?
00:42:37: oder geht es einfach nur darum, pro Forma Menschen anzuhören zum Beispiel so ein Beirat anzuhaaren sich diese Rückmeldungen einzuholen?
00:42:44: aber danach passiert nichts.
00:42:46: Also daran muss man das einfach so ein Stück weit messen ob es eben möglich und auch erwünscht ist Menschen wirklich zu beteiligen und nicht nur ihnen bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen oder vielleicht mal ein bisschen Feedback einzuhulen sondern wirklich sich mit ihnen quasi gemeinsam zusammen auf den Weg zu machen, zu sagen wir sorgen hier für echte Beteiligung.
00:43:11: Vielleicht kann man sagen man kann das festmachen zum einen am Zeitpunkt der Beteilligung also ist es von vornherein so dass man beteiligt wird oder erst zu einem Zeitpunkt wo gar nicht mehr viel veränderbar ist.
00:43:25: dann ist es wichtig hinterlässt diese Beteiligung eine Spur.
00:43:30: Also ist das irgendwie festgehalten, was eingebracht wurde?
00:43:34: Gibt es Hinweise in der Vorlage und hat es auch tatsächlich Auswirkungen?
00:43:38: also gibt es eine Antwort.
00:43:40: Auch eine Ablehnung kann eine Antwort sein aber sie muss begründet sein.
00:43:47: Kann ja sein.
00:43:50: Aber wichtig ist eben dass dass es in irgendeiner Weise sichtbar wird und man sich mit dieser Beteiligung auch ernsthaft auseinandergesetzt hat.
00:44:06: Das kann man auch oft daran erkennen, wenn diese Beteidigung von höher stehenden Personen auf wirklich unterstützt werden also jetzt zum Beispiel durch den Bürgermeister oder die Bürgemeisterin oder durch den Landrat oder Landräte hin.
00:44:19: Also das ist da zum Beispiel auch ein Kontakt gibt zum Beispiel, oder dass es einen regelmäßigen Austausch mit der Politik oder mit der Verwaltung auch gibt.
00:44:28: Also hier ist das, dass man sich nicht isoliert für sich irgendwie agiert, sondern dass es wirklich auch einen lebendigen Austauch mit unterschiedlichen Ansprechpartnern gibt und eben, dass es auch von der Führungsebene auch wahrgenommen wird und gefördert wird.
00:44:42: daran kann man das auch ganz gut erkennen.
00:44:46: Gut, ja vielen Dank.
00:44:48: Dafür zum Abschluss nochmal geht es ganz praktisch wenn man mal eben annimmt jemand ist über siebzig und stark siebehindert und denkt dann sich zu engagieren Was würden Sie als erste Schritte, wir hatten es schon kurz erwähnt.
00:45:10: Aber Tipps für den ersten Schritt aus Ihrer Erfahrung her weitergeben wollen?
00:45:20: Wo vielleicht auch mit wem und welche Sache sollte man anfangen um ins Engagement zu
00:45:35: kommen?
00:45:37: Was sind während der auch prototypische Wege?
00:45:43: Ja, also ich glaube man muss sich jetzt erst mal darüber klar werden.
00:45:47: Also für welches Thema möchte ich mich irgendwie engagieren?
00:45:52: Da finde ich es irgendwie nochmal wichtig zu gucken.
00:45:54: Möchte ich mich jetzt einfach für ein Thema engagieren was mit Inklusion vielleicht aber gar nicht so viel zu tun hat oder mit Barrierefreiheit gar nicht ganz so viel zutun hat,
00:46:02: sondern
00:46:02: möchte.
00:46:03: Also natürlich gibt es immer wieder Inklusion als Querschnittsthema.
00:46:07: Hat das natürlich überall spielt das über eine Rolle.
00:46:09: aber wenn ich jetzt sage ich möchte mich ganz spezifisch für das Thema Barrieren Freiheit und Menschen mit Behinderung engagieren dann ist vielleicht ein guter Weg erst mal zu gucken Gibt's bei mir in der Kommune eigentlich so ein passendes Gremium?
00:46:23: Wir haben jetzt ganz viele Beiräte gesprochen.
00:46:26: also dass man da einmal guckt gibts bei mir in der Kommune zum Beispiel eine Behindertenbeauftragte oder einen Beirat.
00:46:34: Wir haben jetzt zum Beispiel als NRG eine Karte rausgegeben, da sind in NRW alle Interessenvertretungen verzeichnet.
00:46:41: also da kann man dann wirklich drauf gehen und gucken gibt es bei mir einer Kommune ein Beirats- oder beauftragten?
00:46:46: das finde ich eigentlich vielleicht ein ganz guter erster Schritt und man muss sich vielleicht auch ein bisschen darüber im Klaren werden wie viel Wie viele zeitliche Ressourcen bringe ich jetzt eigentlich mit?
00:46:57: Also habe ich irgendwie Lust, mich wirklich dauerhaft zu engagieren.
00:47:00: oder möchte ich eher anlassbezogen mich engagieren.
00:47:03: Oder nur für ein bestimmtes Thema oder nur in einem bestimmten zeitlichen Rahmen dass man so bisschen sich darüber im Klaren wird Und Kontakt zu Selbsthilfe aufzunehmen, finde ich auch nochmal.
00:47:16: Auch einen guten ersten Schritt also jetzt gar nicht schon zu einer Sitzung oder so zu gehen sondern einfach zur örtlichen Selbsthilferorganisation zu gehen und sagen Ich hätte irgendwie Lust mich auch politisch zu engagieren.
00:47:26: Kennt ihr jemanden wo ich irgendwie hingehen kann?
00:47:29: Oder mit der Person mit der ich mich vielleicht einfach mal austauschen könnte?
00:47:33: das sind dann so erste kleine Schritte die man machen kann
00:47:37: Also in jedem Fall auch die Allianz eben mit anderen suchen und auch dem Beistand anderer zu suchen, anstatt zu versuchen allein vorwärtszugehen.
00:47:51: Ich denke das ist eine Typ-Sache und es kommt aufs Anliegen
00:47:55: an.
00:47:55: Aber
00:47:56: man kann ja auch anfangen einfach mal zur Nahrbürgersprechstunde zu gehen wenn man einen Anlieger hat zum Beispiel... Das ist dann einmalig.
00:48:03: erst mal wo das gibt.
00:48:05: für Heiligungsverfahren
00:48:07: Ja, ja.
00:48:08: Fragen der Einwohner bei Gremium-Sitzung oder sowas hat man auch schon immer mal die Möglichkeit eine Anliegen in Frageform vorzubringen?
00:48:22: Genau!
00:48:28: Wenn ich aber auf Widerstand stoße und wir haben vorhin davon gesprochen Und die Erfahrung habe ich übrigens auch gemacht, dass man damit unter auf erstmal große Ignoranz aber Indifferenz stößt.
00:48:53: Haben Sie dann noch Tipps wie man da weiter machen kann oder was der alternative Weg ist?
00:48:58: Oder wie man damit am besten umgeht Wenn man also mit seinem Anliegen zunächst mal vielleicht auch sogar scheitert.
00:49:08: Ja, auf jeden Fall erstmal nicht persönlich nehmen und nicht sofort aufgeben.
00:49:16: Also oftmals hat das was mit der Zuständigkeit zu tun, dass man nicht einfach die richtige Ansprechperson gefunden hat.
00:49:24: Dass man sich da nochmal vielleicht besser informiert oder eben genau allianzen bildet also mitstreiter in und dann ist es eben genau kann man auch noch überlegen muss meine andere form finden.
00:49:41: verfass ich das nochmal schriftlich an wen schicke ich?
00:49:43: dass bitte ich um eingangs bestätigung.
00:49:48: ansonsten ja kann man natürlich auch die Leiter hochgehen, also schauen wir jetzt bei der Sachbearbeitung nicht durchgekommen oder weitergekommen.
00:49:59: Was wäre die nächste höhere Stelle?
00:50:03: Und wie Clara Lenkert auch schon sagt und das gibt ja verschiedene Möglichkeiten sich Kontakt aufzunehmen zur Kommune aber eben unterschiedliche Andock-Stationen.
00:50:15: Also wenn es einen Beirat gibt, ist das eine Supermöglichkeit oder beauftragte Person aber man kann sich auch an die Amtleitung wenden oder an Fraktionen also die Politik den Bürgermeisterinnen und wenn alles nicht hilft, gibt's natürlich auch die Möglichkeit dass man ja also das Öffentlichkeit hilft.
00:50:35: Dass man vielleicht die Lokalzeitung kontaktieren Aber das ist dann, muss man sich bewusst sein.
00:50:41: Das ist dann auch noch mal eine andere Eskalationsstufe und da kann man sich, wenn man nicht sind, kiebeln und vorsichtig ist, auch wieder... Wenn Sie sich dann führen, natürlich.
00:50:52: Die
00:50:52: Wiederstand erzeugen, ne?
00:50:54: Ja genau!
00:50:57: Gut ja ganz herzlichen Dank von meiner Seite und Thomas.
00:51:03: Ja liebe Frau Lenkert, liebe Frau Schmidt.
00:51:08: Herzlichen Dank für Ihre Zeit Ihre Gedanken, ihre Expertise.
00:51:14: Wir haben dank Ihnen zeigen können das Engagement im Alter mit Seeverlust geht und meines Erachtens wurde dabei auch deutlicher oder klarer wie es gehen kann und sogar verbunden mit vielen praktischen Tipps in der Schlussgrove hier.
00:51:33: Dafür nochmals vielen Dank!
00:51:35: Und ein herzliches Tschüss nach NRW!
00:51:38: Unsere Hörerinnen und Hörern, die bleiben bitte noch dran.
00:51:41: Denn es gibt noch der Hausmeisterei mit Geräusch Rätseln und Podcast.
00:51:46: Ja vielen Dank, dass wir dabei sein durften.
00:51:51: Vielleicht nochmal ganz kurz wenn ich darf einen letzten Tipp.
00:51:54: Schauen Sie mal auf der Seite von der LAG Selbsthilfe vorbei.
00:51:57: da gibt's ganz viele tolle Materialien mit ganz praktischen Tipps zum Thema.
00:52:05: beim Thema politische Partizipation.
00:52:07: Das kann ich nur bestätigen, ja.
00:52:10: Wunderbar!
00:52:11: Haben wir noch einen kleinen Werbeblock?
00:52:15: Nein aber das stimmt.
00:52:17: Wir haben zu dem Thema zahlreiche Materialien die man bei uns auch einfach bestellen kann.
00:52:22: Genau, aber auch von meiner Seite vielen Dank für die Einladung.
00:52:25: es war ein ganz spannender Austausch und wenn man das Gefühl man kann lange über dieses Thema sprechen und aber ich fand dass jetzt ein ganz tollen ersten Einblick auch und eine ganz schönen Austausche.
00:52:36: Also vielen Dank auch von meiner Seite.
00:52:46: Ausmeisterei, heute verknüpfen wir den Podcast-Tipp in unserer Hausmeisterei kennen Sie den schon mit unserem Thema.
00:52:58: Heute empfehlen wir dem Podcast Sichtweisen des DBSV und daraus besonders die Episode die uns passend zu unserem Thema erscheint Und zwar der Titel lautet Aktivismus neu denken.
00:53:14: Ottmar Meils-Paule im Interview.
00:53:17: Das ist ein Zweiundsechzigjähriger mit viel Lahn, viel Anarchement und dessen leicht süddeutsche Stimme und Tonalität man einfach gerne hört und es macht einfach Spaß ihn zuzuhören!
00:53:32: Also hören Sie doch mal rein bei sichtweisen.podigy.io.
00:53:37: Und dann kommt der Schreck schräg.
00:53:38: zweiundneinzig und Ottmar meils paul.
00:53:40: aber Das brauchen Sie sich alles nicht zu merken.
00:53:42: Denn alle erwähnten Links, auch die aus dem Vorderriemen-Gespräch finden sie, liebe Hörerinnen und Hörern ganz einfach zum Klicken in unserer Folgenbeschreibung.
00:53:54: Und wie immer, ganz am Ende ist das Geräuschrätsel!
00:53:59: Im August war der Gong im Theater zu hören.
00:54:05: Wie wir erfahren haben nutzen heutzutage auch Schulen solche Gongs Sie damit die Pausen ankündigen und anstelle der alten schrillen Pausenglocken, die wir noch kennen.
00:54:20: Das Ergebnis gilt natürlich auch das neue Geräusch.
00:54:25: Das hört man draußen außerhalb der Wohnung und Häuser.
00:54:29: es ist glaube ich bei genauem Hinhören gut zu identifizieren.
00:54:35: Lieber Regie bitte den Tonschnipsel einspielen machbar oder wenn nicht Noch einmal kurz zurückspringen.
00:55:20: Und wenn Sie das Geräusch erkannt haben, dann senden sie uns Ihre Lösung bitte an folgende E-Mail Adresse podcast at sehn im Alter.org.
00:55:30: alles klein und zusammengeschrieben Dann sind Sie bei der Verlosung des begehrten Thermobächsers dabei.
00:55:37: Bald kommt ja auch die Zeit wo man vieler warmes Getränk braucht.
00:55:42: An dieselbe Adresse können Sie auch Lob und Kritik sowie Anregungen und Themenfünsche Senden.
00:55:50: Das Podcast-Team freut sich weiterhin über jedes Like und jedes Abo, unseres Podcasts und natürlich über jede positive Bewertung für unseren Podcast!
00:56:01: Das bringt unsere Reichweite nach vorne und die gemeinsame Sache wird dadurch gestarkt.
00:56:06: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:56:08: empfehlen sie uns weiter und bleiben Sie uns gewogen bis es im Oktober twenty-sixundzwanzig wieder heißt.
00:56:14: Herzlich Willkommen zu Übersuhr dem Podcast zum Sehen im Alter.
00:56:18: Untertitel im Auftrag des ZDF.
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